Tagebuch zum Umbau der Weissmieshütte 2026/27
Hier findest du Berichte und Bilder zum grossen Umbauprojekt der Weissmieshütte der SAC-Sektion Olten.
WebCam-Bild und Zeitrafferbilder während dem Umbau.
Einsatzwoche 14 im August 2026
Unermüdlicher Einsatz von Carla und Roberto
Eine Bauzeit mitzutragen, innerlich und äusserlich, braucht Substanz und grosse Flexibilität!
Ein grosser Dank im Namen der Sektion Olten gilt Carla und Roberto Arnold, unserem geschätzten Hüttenwartpaar.
Ihre ruhige und engagierte Präsenz seit Jahren ist auch jetzt in der Bauzeit eine Konstante, die eine wohltuende Sicherheit und Vertrautheit vermittelt.
In den kommenden Clubnachrichten wird ein Interview mit ihnen zu lesen sein.

Einsatzwoche 13 im Juli 2026
Erweiterte Hütte: Ansichten, Türdurchbruch alte Hütte
Die neue Hülle dominiert in den Fotos sehr stark, je nach Ansichtswinkel.
Aber es gibt sie noch die alte Hütte! Sie ist die unerschütterliche Basis, die ergänzt, aber niemals vergessen wird!
Die Bilder beweisen ihr Vorhandensein…

Erstmal ist es aussen flott vorangegangen.
Nun warten aber viele Detail-Arbeiten aussen und innen.
Ein Beispiel: das Unterbetonieren der Auflager von Stützen.

Bei der alten Hütte wird mit dem Türdurchbruch eine erste Vorbereitung getroffen für das kommende Küchenprovisorium.

Einsatzwoche 12 im Juli 2026
Die zukünftige Aussenhülle ist da!
Eben waren da einerseits noch die mit Planen überdeckte «Dachwunde», andererseits die neuen Fundamente, die auf das Tragen der neuen Mauern warteten…
Und Simsalabim empfängt uns bereits die gesamte zukünftige räumliche Ansicht der Hütte im Rohbau!
In keiner anderen Woche ist die Veränderung vor Ort so eindrücklich, bildstark und augenfällig wie jetzt!
Die Bilder und die beiden Videosequenzen sind ein optischer Leckerbissen und sprechen für sich!
Holzelemente, zwischengelagert auf dem «Sandig Bodu», versehen mit allen zukünftigen Aussparungen wie Fenster und Türen, werden Schlag auf Schlag zur Hütte geflogen, empfangen, justiert und eingehängt….ein kräfteraubendes Zusammensetzspiel im grossen Stil, das Präzision im Laufschritt erfordert, ergänzt durch die Herausforderung eines teils sehr starken Windes.






Zentrale Personen vor Ort:
Architektur: Sereina Fritsche, Anna Jeschko

Firma Beer Holzbau: Ingenieur/Projektleiter Jonathan Brönnimann

Marcel Wiedmer

Pilotin Air Zermatt Julie May

Firma Burn Spezialbau: Dominique Jenni und Christian verlängern Felsanker, die bis zu 3m in den Fels gebohrt und einzementiert werden.

Hüttenwart Roberto Arnold

Einsatzwoche 11 im Juli 2026
Noppenfolie, Setzwellen, T-Träger, Ablagepodest
Bis 3. August ist Pause bei den Frondiensteinsätzen.
Die Arbeiten, die momentan weiterlaufen, sind optisch nicht so spektakulär, später sogar unsichtbar, aber trotzdem eminent wichtig für eine gute Bausubstanz.
Die Betonwand wird in diesem Bereich mit Noppenfolie ausgekleidet und mit sickerfähigem Material hinterfüllt.
Auf der Mauerkrone sind Holz-Setzwellen zu erkennen. Sie dienen dazu, die Unebenheiten im Beton auszugleichen, welche die präzise Position des späteren Holzbaus bestimmen.


Die massiven Stahlwinkel an der Natursteinmauer sind mit Stahlankerschrauben befestigt. Sie werden später die flächige Geschossdecke tragen.

Das Ablagepodest ist bereit für den nächsten Holztransport.

Das Gerüst ist für den Einbau der Holzkonstruktion erweitert. Der Transport der Air Zermatt ist für Montag vorgesehen.
Einsatzwoche 10 im Juli 2026
Fassadenmuster, Demontage des Dachstuhls
Das erstellte Fassadenmuster muss überarbeitet werden. Die SAC Arbeitsgruppe mit Thomas Jäggin, Ueli Widmer und Walti Büchel erarbeiten nach Anweisung von Dominique Jenni Schattenfugen in das Fassadenmodell, damit es der bestehenden Bruchsteinfassade entspricht in Fugenbreite -und tiefe. In mühsamer Arbeit wird aufgespitzt und mit neuem Fugenmaterial ausgebessert, bis zur Zufriedenheit der Architektinnen.

Die Dachdemontage bedeutet Arbeit in verschiedenen Bereichen: Abbruch der Solaranlage, der Spenglerbleche, des Eternits (benötigt Schutzanzüge!), des Kamins, der Mauern, der Dachsparren und des gewaltigen Firstbalkens.
Für Mauerabbrüche zuständig sind Dominique Jenni, John Germann von der Firma Burn Spezialbau.



Für den Holzabbruch zuständig sind Christian Meyer, Luca Siegfried, Jaif Krebs, Martin Probst von der Firma Beer Holzbau.



Aus der Distanz betrachtet sieht der Baufortschritt beachtlich aus und lässt die geplante Volumenvergrösserung bereits klar erkennen.

Einsatzwoche 9 im Juli 2026
Spatenstich, Gerüst, Reparaturen, Fassadenmuster
Der Spatenstich kann würdevoll und farbenfroh nachgeholt werden, präsentiert durch die Arbeitsgruppe dieser Woche: Peter Lüscher, Tobias Bossert, Ueli Wiedmer, Freddy Huser, Walti Büchel, Fritz Ramseier

Rund um die Hütte wird das Gerüst fertig erstellt. Es stehen Abbrucharbeiten am Dachgeschoss an: Demontage der bestehenden Firstpfette, Abbruch der Bruchsteinwände beim Giebel.

Kletterkünste und geschickte Hände sind gefragt für verschiedene Reparaturen: Am alten WV-Gebäude wird ein kleiner Schaden an der Dachkonstruktion geflickt, verursacht durch den Armeehelikopter.

Unangenehm oder nicht, gemacht muss es sein! Alle Pissoirs müssen wieder gereinigt und durchgängig gemacht werden.


Auch die Werkzeuge brauchen Reparatur und Unterhalt.

Ganz wichtig ist auch die Sanierung der Brunnenzuleitung. Die Leitung ist verstopft, muss verlängert und neu angeschlossen werden.

Das Fassadenmuster muss erstellt werden. Dazu braucht es passende Steine.


Einsatzwoche 8 im Juni 2026
Die Betonierungsarbeiten sind abgeschlossen!
Steine, Steine, Steine…: Lehrlinge der Firma Galli leisten Fronarbeit
Ja die Fundamente stehen. Sie sind hier klar und sauber zu sehen, und lassen kaum mehr erahnen, wieviel Arbeitsschritte bereits getätigt worden waren, wieviel helfende Hände hier bereits gewirkt hatten und weiter gefragt sind!

Diese Woche sind die Lehrlinge der Firma Galli vor Ort und stellen ihre Kräfte zur Verfügung. Die Steinernte und Räumungsarbeiten sind immer noch ein Thema, aber auch der Transport der Big-Bags zur Hütte mit der Air Zermatt. Ein Highlight war sicher das Anhängen der Lasten an die Longline.


Die Truppe ist mitten in der Arbeit mit den Steinen zu sehen. Viele Big-Bags gilt es zu füllen!

Wie schön: T-Shirt -Creation der Firma Galli für die Lehrlinge.

Die Architektinnen Sereina Fritsche und Carol Hutmacher machen sich auf den Weg zur Hütte.

Es stehen Besprechungen an, z.B. betreffs der kommenden Holzarbeiten. Jörg Zurbriggen von der Holzkreation Zurbriggen AG, die Architektinnen und Michael Gyger sind im Gespräch.

Einsatzwoche 7 im Juni 2026
Erste Grundmauern, Steinernte, Bauleitung
Wie auf dem Foto ersichtlich, ist die Basis gelegt für die ersten Grundmauern! Das Ausmass der Hüttenerweiterung ist nun klar erkennbar und zeigt, dass auf zwei Seiten der Hütte das Volumen hangaufwärts vergrössert wird. Auf dem Grundrissplan sind diese Neuerungen in Rot erkennbar. Auf dem Foto ist auch eine Ankerstange, umhüllt mit einem schwarzen Tuch, im neuen Mauerabschnitt zu erkennen. Alle Verankerungen ragen zwischen 3-4m in den Untergrund / Felsen und nehmen Druckkräfte auf.

In der Fronarbeit ist weiterhin Steinernte angesagt. Diese Woche sind Samuel Ramseier und Thomas Weber im Einsatz.

Wöchentlich wird der Umbau jeweils montags vor Ort gesichtet, begleitet und protokolliert, entweder durch den Bauleiter Michael Gyger oder seinen Stellvertreter Manfred Bärtschi.
Michael Gyger
Manfred Bärtschi
Einsatzwoche 6 im Juni 2026
Sanitärcontainer, Materialverlegung, Abbruch, Steine
Draussen ist Burn Spezialbau weiter beschäftigt mit Themen wie Sickerleitung, Hüllrohre für Elektrokabel, Betonieren und Containertransport.

Drinnen muss noch einiges entsorgt und für weitere Schritte vorbereitet werden. Im Estrich muss alles Material auf der Bergseite First entsorgt werden. Talseitig ist dies nicht erforderlich.
Der Sanitärcontainer wird vor Ort gebracht und hinter der Hütte positioniert.

Die Frischwasser -und Abwasserinstallation steht noch an.
Die bereitgestellten Abbruchmaterialien von Hütte und Terrasse werden von der Armee zum Wechselplatz «Sandig Bodu» geflogen und anschliessend mit einem Greifer abgeholt. Im Rückflug werden die gesammelten Steine in den Big-Bags zur Baustelle transportiert.
Auch diese Woche werden die Arbeiten durch Fabian Egger tatkräftig unterstützt. Er ist mit Roberto Arnold am zuverlässigen Zubinden der Big-Bags. Sorgfalt ist wichtig!. Durch den Rotorwind (Downwash) könnten beim Abholen des Materials Gefahren entstehen durch loses Material oder offene Säcke.


Bei allen Helikopterflügen gilt es, die von der SUVA erstellten neun lebenswichtigen Regeln für das Bodenpersonal einzuhalten.
Zusammenarbeit absprechen.
Last sicher anschlagen.
Briefing durchführen.
Kommunikation sicherstellen.
Schutzausrüstung tragen.
Zugang zum Gefahrenbereich kontrollieren.
Unnötigen Aufenthalt im Gefahrenbereich vermeiden.
Auf Gefahr durch schwebende Last achten.
Auf Gefahr durch Rotorwind achten.
Einsatzwoche 5 im Juni 2026
Betonieren, Altholzentsorgung, Steinernte
Fronleichnam verkürzt die Woche. Es gibt einen kurzen, kompakten Einsatz für die Truppe.

Roger Schranz, John Germann und Dominik Jenni, arbeiten an der Verschalung, verlegen Armierungseisen etc., damit anschliessend die Streifenfundamente auf zwei Hüttenseiten betoniert werden können.


Drei Tage im Freiwilligeneinsatz sind diese Woche:
Ueli Widmer, Fabian Egger, Irène Bachmann und Thomas Studinger.
Ihr Auftrag ist sowohl die Altholzentsorgung als auch die Steinernte.

Die gesammelten Steine werden später bei der Aussenfassade verwendet.
Einsatzwoche 4 im Mai 2026
Brücke, Leitungen, Fundamentsohle, Transportgebinde

Es braucht nur eine kleine Brücke, eine offene Tür, ein Licht …
und schon kann man sich trotz Umbau willkommen und empfangen wissen in der Hütte!
Im Graben werden Kabel, Leitungen und Rohre verlegt.
In den folgenden Bildern sehen wir die schrittweise Verwandlung einer Baugrube zur Fundamentsohle!

Trotz der strengen Arbeit kann auch gelacht werden, schön!


Viel Material, v.a. Altholz, muss noch abtransportiert werden.
Teils wird es verpackt in Big Bags, teils mit Rundschlingen, sogenannten Struppen, gebündelt und zum Abflug vorbereitet.
Einsatzwoche 3 im Mai 2026
Aushub, Materialcontainer, Frau mit Power im Frondienst

Nein, einladend ist dieser Eingang momentan nicht. Im Zusammenhang mit der Demontage der Terrasse ist auch der Eingangsbereich betroffen. Der Boden braucht eine neue Unterkofferung und wird entwässert.Da braucht es nicht nur helfende Hände sondern, auch schwere Bagger.

Ein Materialcontainer tut gute Dienste.
Eingekleidet ist er mit Schalungsbrettern von der abgebauten Terrasse: Recycling in den Bergen!

Nur eine Person leistet diese Woche Fronarbeit! Marianne Wyss packt zu, eine Frau mit Power!
«Sie ist selbstständig und macht einen guten Job» Ein schönes Kompliment von einem Mann!
Einsatzwoche 2 im Mai 2026
Ausbau Aussensitzplatz, Spatenstich, Montage Web Cam

Beatrice Kälin, Samuel Ramseier, Jörg Bitterli und Andy Sigrist haben den Boden des Aussensitzplatzes komplett abgebaut, gestapelt und zum Heli-Abtransport vorbereitet. Ein weiteres Wochenziel war die Installation der Web Cam: Sie wurde an einem nahe gelegenen Felsen angebracht und in Betrieb genommen!

Zwischenzeitlich gute Bedingungen ermöglichten diesmal sogar den symbolischen Spatenstich. Erste Helitransporte mit Baumaterial etc. fanden ein Wetterfenster und konnten eingeflogen werden.
Wer sich momentan engagiert für einen Freiwilligeneinsatz, nimmt den Weg zur Weissmieshütte ab Saas Grund oder ab Kreuzboden zu Fuss auf sich, solange die Bahn noch nicht in Betrieb ist. Auch Flexibilität betreffs Wetterlagen ist auf 2700m gefordert: Schnee, Sturm, Minustemperaturen im Wechsel mit schönstem Wetter.
Einsatzwoche 1 im Mai 2026
Baubeginn: Das Einrichten der Baustelle ist im Gange. Helikoptertransporte bringen Material und erste Personen vor Ort.

Angesagt für Arbeitende ist momentan: Ankommen am neuen Arbeitsplatz, Materialtransporte, Baustelleneinrichtung, Schnee schaufeln, erste Abbrucharbeiten, Materialumnutzung teils realisieren. In einer ersten Phase wird die Terrasse demontiert. Teile des Geländers und des Terrassenmobiliars werden umplatziert und zwischen die beiden Hütten verlegt. Aussensitzplätze sind auch in der Umbauphase für den Tagestourismus von Bedeutung.

Die Seilbahnen ab Saas Grund sind noch nicht in Betrieb und fahren erstmals über Pfingsten, danach regulär ab 30.Mai. Wichtig ist deshalb, dass die Zufahrten möglichst schneefrei und befahrbar sind und Transportwege so verkürzt werden können. Ein erster Materialumschlagplatz ist unterhalb der Zwischenstation Kreuzboden eingerichtet. Sind die Bedingungen gut, kann zum Sandigbodu gewechselt werden, also nochmals etwas näher zur Hütte.

Die erste Fronarbeitswoche wurde übrigens durch Ueli Wiedmer, Christoph von Arx und Mohammad Jumaa bestritten.
