Tourenprogramm SAC Olten
Die Sektion vom SAC Olten bietet allen Interessierten gemäss Alter und Fitness das ganze Jahr über Touren vom Flachland bis ins Hochgebirge. Bitte beachtet unser Tourenreglement und die Hinweise zu den Anforderungen.
An den Touren und Anlässen wird fotografiert. Mit der Anmeldung erklärst Du Dich mit der Veröffentlichung der Fotos, auf denen Du möglicherweise erkennbar bist, einverstanden.
Tourenleiter Login für Droptours (Die Logindaten sind dieselben wie für die Tourenanmeldungen — Ich habe mein Kürzel und/oder Passwort vergessen)
Treffpunkte/Tourenbesprechungen
Die Aktiven treffen sich im Winter am Dienstag und Mittwoch (Skate-freier Abend) ab 18.00 Uhr im Momentum in Olten, im Sommer in einem der nahe gelegenen Klettergebiete. Die letzten Infos zu den Touren der Aktiven, der JO und des KiBe kommen per Mail oder SMS/Whatsapp von der Tourenleitung einige Tagen vor der Tour, sobald Wetter und Verhältnisse eingeschätzt werden können. Die SeniorInnen treffen sich jeden Dienstagmorgen um 09.00 Uhr zum Stamm im Restaurant Rathskeller in Olten («Chübel»).
Fr 4. Sept. 2026
Alpinwanderung Chrinnenhorn 2741 m
Mo 24. Aug. 2026
17. Arbeitswoche auf der Weissmieshütte
Einsatzwoche 17 im August 2026
Frondiensteinsätze, Arbeit an der Bruchsteinmauer, Ausbau des Täfers
Die Wochen verrinnen und beinahe hätte ich übersehen, dass inzwischen die Frondiensteinsätze nach der Pause wieder gestartet sind: Fabian Egger arbeitete vom 10.-15. August, Sämi arbeitete vom 17.-21. August und zeitgleich im Einsatz waren Lehrlinge der Firma Gottlieb-Müller AG aus Zofingen (siehe sep. Bericht unten).
Die Arbeit an der Bruchsteinmauer nimmt Form an. Leider waren die mühsam gesammelten Steine für die Auskleidung der Fassade teils nicht geeignet. Da die Zeit vor dem Kälteeinbruch eilt, musste vom örtlichen Steinbruch der Bahnbetriebe eine Ladung Steine zugeführt werden. Immer wieder braucht es Absprachen und Plankonsultationen, so auch bei der Natursteinmauer.
Auch im Innern gehen die Arbeiten voran, auch wenn der Chef der Schreiner, Jörg Zurbriggen, die Achillessehne gerissen hat. Das Täfer wird ausgebaut und stapelt sich erstmal vor der Hütte.
Bericht zur Lehrlingswoche der gottlieb müller ag aus Zofingen
Eine besondere Woche auf der Weissmieshütte für unsere Lernenden
Fünf unserer Maurer-Lernenden durften eine besondere Praxiserfahrung sammeln: Eine Woche lang halfen sie im Rahmen eines freiwilligen Einsatzes bei der Renovation der Weissmieshütte des SAC auf rund 2700 m ü. M. mit.
Von Zofingen ging es mit Zug, Bus und Gondel nach Hohsaas und anschliessend zu Fuss zur Hütte. Der Aufstieg war bei kaltem Wetter für alle eine Herausforderung - einige schafften ihn in rund 20 Minuten, andere liessen sich etwas mehr Zeit.
Vor Ort wurden die Lernenden von Hüttenwart Roberto und Ueli vom SAC herzlich begrüsst. Während der Woche erhielten sie spannende Einblicke in Arbeiten, die in unserem normalen Tagesgeschäft sonst kaum vorkommen. Besonders wertvoll war die Mitarbeit beim Erstellen eines Bruchsteinmauerwerks an der Fassade. Aber auch Steinernte und verschiedene Rückbauarbeiten standen auf dem Programm.
Auch neben der Arbeit gab es tolle Erlebnisse für unsere Lernenden: Eisbaden im Bergbach, Steinböcke beobachten, Quarze suchen, Jassen und gemütliches Beisammensein gehörten dazu.
Ein herzliches Dankeschön an Philippe von der Firma Bernser Bau GmbH und an Dominik von der Firma Burn Spezialbau AG für die fachkundige Einführung in die nicht ganz alltäglichen Arbeiten des Maurerhandwerks. Ebenso bedanken wir uns herzlich bei Ueli vom SAC, der diesen besonderen Einsatz ermöglicht hat sowie bei Seraina Hochuli, unserer Berufsbildnerin, für die Begleitung unserer Lernenden während der gesamten Woche. Eine tolle Woche mit wertvollen Erfahrungen, neuen Einblicken und vielen gemeinsamen Erlebnissen!
Seraina Hochuli
Berufsbildnerin
gottlieb müller ag
4800 Zofingen
Mo 17. Aug. 2026
16. Arbeitswoche auf der Weissmieshütte
Einsatzwoche 16 August 2026
Arbeiten vor dem Frost, Ergänzung des alten Dachgiebels
Kaum verabschiedet sich die grosse Wärme, richtet sich der Fokus bereits in Richtung der kommenden kälteren Tage. Für die Hütte in dieser Höhe von 2726 m bedeutet dies: Alle Arbeiten vorantreiben, die jetzt noch vor dem Frost getätigt werden müssen, z.B. der Anschluss der Terrasse an die Hütte, damit danach die Arbeiten an der Bruchsteinmauer der Fassade realisiert werden können, solange noch milde Temperaturen vorherrschen.
Im Dachgeschoss werden die Überreste des alten Dachgiebels weitergezogen und ergänzt bis zur Holzwand.
Fr 14. Aug. 2026
Grand Cornier (3'961 m)
Freitag, 14. August
Lange Anfahrt im überfüllten Bus, dafür kurzer Hüttenaufstieg. Bergschuhe warmlaufen am Nachmittag ohne Gipfel wegen Regeneinbruch mit Gewittergefahr.
Nachtessen: Chili SIN Carne und Glacé.
Samstag, 15. August
Früh los auf den Gletscher. Es geht nicht auf den Grand Cornier (wegen Steinschlaggefahr und Blankeis) sondern auf zwei Gipfel mit wunderbarer, langer Gratkletterei: Pointes du Mourti und Dent des Rosses.
Tagesmotto: Drei Seilschaften im Sandwich angeordnet.
Nachtessen: Mega gute Lasagne CON sehr viel Carne und wieder Glacé.
Sonntag, 16. August
Wieder früh los. Gleiche Zeit wie gestern und die fünf Minuten Verspätung von gestern haben wir heute aufgeholt. Wir gingen schon um 05:10 Uhr los. Steiler Anstieg zum Grat mit würziger Note. Luftige und lange Gratkletterei zur Aiguilles de la Lé. Weiter geradeaus über den Grat bis zum weitentfernten Gipfelkreuz.
Tagesmotto: Immer dem Seil nach.
Rutschiger, schneller Abstieg zum Parkplatz, wo wir das Postauto knapp (fünf Minuten) verfehlten. Dafür durften wir im Bus mit Corina und Walter bis Vissoie fahren, wo wir die drei wunderschönen Tourentage im Restaurant abschlossen.
Tourenbericht von Susanne, Andy und Edouard
Fotos von allen Teilnehmenden
Mo 10. Aug. 2026
15. Arbeitswoche auf der Weissmieshütte
Einsatzwoche 15 August 2026
Sockelrohre/ Kleinmaterial demontieren/ Grillhäuschen
Rund um die Hütte muss die Position der Sockelrohre überdacht und teils verlegt werden.
Einige Kleinmaterialien müssen in der Hütte noch eingesammelt, demontiert und zwischengelagert werden.
Dies betrifft das Pickelgestell, die Wandhaken inkl. Bretter, Konsolen, Körbe, Lampen-fassungen, Feuerlöscher und auch die Bettnummerierungen.
Diese Woche ist Fabian für den SAC im Einsatz.
Das Grillhäuschen muss versetzt werden und Platz frei machen für die neue Terrasse. Es wird vorübergehend als Lagerraum genutzt für Material aus der SAC Hütte.
Mi 5. Aug. 2026
Alpinwanderung Hochstollen 2480 m
Schon vor 9 Uhr waren wir 12 Teilnehmer und Tourenleiter Hugues Hagmann auf der Melchsee-Frutt angekommen und gönnten uns nach der langen Fahrt KGI. Nach kurzen Vorbereitungen für die Wanderung starteten wir beim schönsten Wetter dem Melchsee entlang. Schon bald wurde es steiler und die Schweisstropfen machten sich bemerkbar, da es auch auf dieser Höhe sehr warm war. Nach einer Stunde und ca. 400 hM gönnte uns Hugues eine kurze Trinkpause, bevor wir den steilen Weg Richtung Abgschütz unter die Wanderschuhe nahmen. Auf dem Grat angekommen wurden wir mit einer unbeschreiblichen Aussicht auf die Berner Riesen belohnt. Die letzten 200 hM gingen dann auf schmalen und teilw. ausgesetzen Wegen weiter bis zum markanten Gipfel des Hochstollen 2480 m Nach ausgiebiger Rast und Fotosessions machten wir uns auf den Abstieg Richung Käserstatt. Der Wanderweg scheint auch die Skipiste zu sein etwas steil und rutschig. Bei Käserstatt hatten wir dann genügend Zeit für den Schlusstrunk und konnten sogar eine Stunde früher als geplant zurückfahren. Danke dem Tourenleiter Hugues Hagmann für die Organisation und die rücksichtsvolle und sichere Leitung der schönen Wanderung.
Jörg Bitterli
Mo 3. Aug. 2026
14. Arbeitswoche auf der Weissmieshütte
Unermüdlicher Einsatz von Carla und Roberto
Eine Bauzeit mitzutragen, innerlich und äusserlich, braucht Substanz und grosse Flexibilität!
Ein grosser Dank im Namen der Sektion Olten gilt Carla und Roberto Arnold, unserem geschätzten Hüttenwartpaar.
Ihre ruhige und engagierte Präsenz seit Jahren ist auch jetzt in der Bauzeit eine Konstante, die eine wohltuende Sicherheit und Vertrautheit vermittelt.
In den kommenden Clubnachrichten wird ein Interview mit ihnen zu lesen sein.
Fr 31. Juli 2026
Sustenhorn Ostgrat
Nachdem das Sustenhorn “ins Wasser gefallen” ist, haben wir immerhin die Arete spéciale bei Moutier gemacht inklusive Klettersteig im Zustieg, Zugsdurchfahrt und Vogelperspektive auf die Auto- und Velofahrer in der Birs-Schlucht. Thomas Jack hat die Tour mit seiner Profi-Kamera minutiös dokumentiert.
Mo 27. Juli 2026
13. Arbeitswoche auf der Weissmieshütte
Einsatzwoche 13 im Juli 2026
Erweiterte Hütte: Ansichten, Türdurchbruch alte Hütte
Die neue Hülle dominiert in den Fotos sehr stark, je nach Ansichtswinkel.
Aber es gibt sie noch die alte Hütte! Sie ist die unerschütterliche Basis, die ergänzt, aber niemals vergessen wird!
Die Bilder beweisen ihr Vorhandensein…
Erstmal ist es aussen flott vorangegangen. Nun warten aber viele Detail-Arbeiten aussen und innen.
Ein Beispiel: das Unterbetonieren der Auflager von Stützen (Bild 4).
Bei der alten Hütte wird mit dem Türdurchbruch eine erste Vorbereitung getroffen für das kommende Küchenprovisorium (Bild 5)
Sa 25. Juli 2026
Rheinwaldhorn (3'402 m)
Hinterrhein-Zapporthütte-Rheinwaldhorn/Canallücka-Zervreila
Nach guter Manier reisen wir mit dem ÖV zum Tunnelportal Hinterrhein. Als wäre die Reise nicht bereits genug lang, verpassen wir das Postauto in Villaggio San Bernardino und machen noch ein Ausfährtli über den geschlungenen Strassen des San Bernardino Pass.
Über den Militärspielplatz stemmen wir uns gegen den Wind und marschieren auf und ab dem Hinterrhein entlang zur Zapporthütte. Das Rheinwaldhorn/Adula hüllt sich in Nebel und die Prognose für Sonntag sieht leider nicht viel besser aus. Kurzentschlossen erkunden wir den kleinen Klettergarten gleich bei der Hütte, so haben wir zumindest die Seile nicht vergebens mitgetragen. Nach einem leckeren Znacht studieren wir ausgiebig das Wetter und entschliessen uns für eine Alternative auf Grund von Regen möglichen Gewittern und Nebel. Am Sonntag steigen wir um 7.00 Uhr auf zur Canallücka, einmal fast geradlinig hoch und erhaschen dabei einen Blick in die einsam wilde Ebene des Ursprung gleich unter der Adula. Dem aufsteigenden Nebel entfliehen wir runter ins Tal zum Zervreila Stausee. Nach einem erfrischendem Regensprutz erreichen wir das Gasthaus Zervreila wo wir uns mit Heidelbeerkuchen und Kaffe für die Heimfahrt stärken. Danke Patrick für die Organisation und Reiseleitung.
Barbara, Beke, Daniela, Thomas
Mo 20. Juli 2026
12. Arbeitswoche auf der Weissmieshütte
Einsatzwoche 12
Die zukünftige Aussenhülle ist da!
Eben waren da einerseits noch die mit Planen überdeckte «Dachwunde», andererseits die neuen Fundamente, die auf das Tragen der neuen Mauern warteten…
Und Simsalabim empfängt uns bereits die gesamte zukünftige räumliche Ansicht der Hütte im Rohbau!
In keiner anderen Woche ist die Veränderung vor Ort so eindrücklich, bildstark und augenfällig wie jetzt!
Die Bilder sind ein optischer Leckerbissen und sprechen für sich!
Holzelemente, zwischengelagert auf dem «Sandig Bodu», versehen mit allen zukünftigen Aussparungen wie Fenster und Türen, werden Schlag auf Schlag zur Hütte geflogen, empfangen, justiert und eingehängt…
ein kräfteraubendes Zusammensetzspiel im grossen Stil, das Präzision im Laufschritt erfordert, ergänzt durch die Herausforderung eines teils sehr starken Windes.
Zentrale Personen vor Ort:
Architektur: Sereina Fritsche, Anna Jeschko
Firma Beer Holzbau: Ingenieur/Projektleiter Jonathan Brönnimann
Marcel Wiedmer
Pilotin Air Zermatt Julie May
Firma Burn Spezialbau: Dominique Jenni und Christian verlängern Felsanker, die bis zu 3m in den Fels gebohrt und einzementiert werden.
Hüttenwart Roberto Arnold
Sa 18. Juli 2026
Sonnighorn über den NE-Grat
Bei hochsommerlichen Temperaturen stiegen wir zur Almagellerhütte auf, wo wir den Abend mit einigen Runden Meierausklingen liessen. Nach dem Frühstück um 4 Uhr herrschte Hochbetrieb: Gefühlt das halbe Wallis machte sich auf den Weg zum Weissmies, während wir bald ganz alleine Richtung Sonnighorn abbogen – ein Gipfel ohne Overtourism.
Über Wegspuren zum Sonnigpass, Geröllhalden und zermürbende Gletscherschliffplatten erreichten wir den Grat. Gletscher und Firn waren so weit abgeschmolzen, dass kein Schnee- oder Eiskontakt mehr nötig war. Dafür folgte schöne Gratkletterei in meist gutem Fels. Ein Felszahn wurde abgeklettert, weitere Passagen direkt überklettert oder auf schmalen Bändern umgangen, bevor wir das Sonnighorn gerade noch im Sonnenschein erreichten. Kurz darauf zogen Nebel und Wind auf und aus dem Sommertag wurde innert Minuten Herbst. Auf dem Rückweg verloren wir kurz die Steinmänner auf der italienischen Seite und kehrten auf den Grat zurück. Am Sonnigpass entschädigte uns eine Steinbockfamilie, bevor der lange Abstieg begann. Eine einsame, abwechslungsreiche Tour mit schöner Gratkletterei und genügend Zeit, über Wiederholungspläne nachzudenken – mit eher bescheidenem Ergebnis.
Mo 13. Juli 2026
Einfache Hochtourenwoche Grialetsch und Ela
Montag, 13.7.2026 (Lilian Nanzer)
Wir fuhren mit dem ÖV nach Flüela Hospiz. Auf der Fahrt durften wir die Umwandlung von einer Trink- in eine Duschflasche kennenlernen, was ja nach einer Bergtour recht praktisch sein kann.Beim Aufstieg zur Grialetschhütte genossen wir die angenehmen Temparaturen. Die Hütte hat viel Raum und grosszügige Zimmer. Wir deponierten alles Unwichtige in der Hütte und machten uns auf den Weg zum Chilbiritzenspitz, wo wir unsere Kletter- und Technikkenntnisse anwenden und durch Aaron verfeinern lassen konnten.Mit einem feinem Nachtessen inmitten der schönen Bündner Bergwelt liessen wir den Tag ausklingen.
Dienstag, 14.7.2026 (Marianne Wyss-Jäggi)
Feines Morgenessen um 7 Uhr, gemeinsam mit vielen Holländern! Um 8 Uhr Start zur Fuorcla Radönt, dann geplanter Aufstieg zum Piz Radönt («der Runde»). Anfangs lief es auch rund und die vier Seilschaften stiegen langsam, aber stetig den Ostgrat hoch. Bereits vor der Mittagszeit zogen sich aber schwarze Wolken über dem Grat zusammen und es fing kurzzeitig an zu graupeln. Der Aufstieg bis zum Piz war aber noch nicht einmal bis zur Hälfte geschafft. Gemeinsam entschieden wir, abzusteigen. Der Abstieg führte durch Schutt und Geröll. Unten angekommen, schien die Sonne wieder. Stefan schlug einen einfacheren Aufstieg zum Ziel vor. Zu viert bestiegen wir «den Runden» ein zweites Mal. Anfangs lief es gut mit einfacher Kletterei. Doch es wurde immer schwieriger und wir entschieden uns ein weiteres Mal zur Umkehr. Immerhin, ¾ des Radönts sind geschafft. Wer weiss, vielleicht lässt er uns ein Andermal hinauf. Mit einem erfrischenden Bad im Grialetschsee und einem feinen Znacht in der «Holländerlastigen» Hütte rundeten wir diesen Tag ab.
Mittwoch 15.7.2026 (Susanne Kaufmann)
Morgensonne (Kletterroute) war uns nicht beschieden, weil wir wettertechnisch in der Nähe der Grialetschhütte bleiben mussten. Ausbildung inklusive Teamabseilung war angesagt zur Steigerung der Effizienz und Sicherheit am Berg. Dislokation von der Grialetschhütte zur Linardhütte. Abstieg zur Flüelapassstrasse, effiziente Verschiebung per Autostopp bis Lavin und Poweraufstieg (1 h 52 Min für 900 Höhenmeter) zur Linardhütte , wo wir vom sehr zuvorkommenden einheimischen Hüttenwart mit Braulio empfangen wurden. Was ja nur noch selten vorkommt: wir hatten die Hütte praktisch für uns allein.
Donnerstag 16.67.2026 (Rahel Fuchs&Carole Pfefferli)
Nach einem stärkenden Frühstück mit selbst gebackenem Brot von Hüttenwart Sepp ging es für uns Richtung Piz Linard via Normalroute. Der Weg führte uns über lose Geröllfelder und durch steile Couloirs zum Westgrat, von dort aus in etwas festerem Fels weiter bis auf den Gipfel. Bei angenehmen Temperaturen und wunderbarer Aussicht genossen wir unseren Gipfelmoment. Beim Abstieg begegneten wir einer interessanten Bergsteigergruppe. Ob Sonnenhut, Turnschuhe oder gar Sandalen die passende Ausrüstung für diesen Berg sind? Für uns war der Fall klar. Immerhin kamen sie unserer Bitte nach und machten eine Pause, um uns nicht durch losgelöste Steine in Gefahr zu bringen. Sorgfältig darauf bedacht, keinen Stein ins Rollen zu bringen, stiegen wir auf der Aufstiegsroute wieder ab. Auf dem Rückweg zur Hütte erfrischten wir uns im kühlen Bergsee Lai da Glims. Am Abend verwöhnte uns Hüttenwart Sepp mit einem feinen Znacht, und wir genossen einen gemütlichen Hüttenabend, die Hütte hatten wir ganz für uns allein!
Freitag, 17. Juli
Da das Wetter nun doch besser war als erwartet, entschieden wir uns, von der Chamona dal Linard zum Vereinaberghaus zu wandern und von dort aus den Heimweg anzutreten. Dank Stefan Füzi konnten wir diesen Plan umsetzen: Er stieg auf dem Aufstiegsweg zurück nach Lavin ab und holte dort unsere Steigeisen und Pickel ab, die wir im Hotel Piz Linard eingelagert hatten. Anschliessend machte er sich mit neun Pickeln und neun Paar Steigeisen im Gepäck auf den Heimweg nach Olten. Danke, Stefan! Für uns anderen führte der Weg über die Fuorcla da Glims und den Pass dal Vereina, vorbei an schönen Bergbächen, Seen und Bergwiesen, zum Berghaus Vereina. Nach einem feinen Zmittag und einer Runde Skajo fuhren wir mit dem Alpentaxi nach Klosters. Müde, aber mit vielen schönen Erinnerungen an diese Tourenwoche, ging es von dort mit dem Zug zurück nach Olten.
Mo 13. Juli 2026
11. Arbeitswoche auf der Weissmieshütte
Einsatzwoche 11 im Juli 2026
Noppenfolie, Setzwellen, T-Träger, Ablagepodest
Bis 3. August ist Pause bei den Frondiensteinsätzen.
Die Arbeiten, die momentan weiterlaufen, sind optisch nicht so spektakulär, später sogar unsichtbar, aber trotzdem eminent wichtig für eine gute Bausubstanz. Die Betonwand wird in diesem Bereich mit Noppenfolie ausgekleidet und mit sickerfähigem Material hinterfüllt. Auf der Mauerkrone sind Holz-Setzwellen zu erkennen. Sie dienen dazu, die Unebenheiten im Beton auszugleichen, welche die präzise Position des späteren Holzbaus bestimmen.
Die massiven Stahlwinkel an der Natursteinmauer sind mit Stahlankerschrauben befestigt. Sie werden später die flächige Geschossdecke tragen.
Das Ablagepodest ist bereit für den nächsten Holztransport. Das Gerüst ist für den Einbau der Holzkonstruktion erweitert. Der Transport der Air Zermatt ist für Montag vorgesehen.
Mo 6. Juli 2026
10. Arbeitswoche auf der Weissmieshütte
Einsatzwoche 10 im Juli 2026
Fassadenmuster, Demontage des Dachstuhls
Das erstellte Fassadenmuster muss überarbeitet werden.
Die SAC Arbeitsgruppe mit Thomas Jäggin, Ueli Wiedmer und Walti Büchel erarbeiten nach Anweisung von Dominique Jenni Schattenfugen in das Fassadenmodell, damit es der bestehenden Bruchsteinfassade entspricht in Fugenbreite -und tiefe. In mühsamer Arbeit wird aufgespitzt und mit neuem Fugenmaterial ausgebessert, bis zur Zufriedenheit der Architektinnen.
Die Dachdemontage bedeutet Arbeit in verschiedenen Bereichen: Abbruch der Solaranlage, der Spenglerbleche, des Eternits (benötigt Schutzanzüge!), des Kamins, der Mauern, der Dachsparren und des gewaltigen Firstbalkens.
Für Mauerabbrüche zuständig sind Dominique Jenni, John Germann von der Firma Burn Spezialbau. Für den Holzabbruch zuständig sind Christian Meyer, Luca Siegfried, Jaif Krebs, Martin Probst von der Firma Beer Holzbau
Aus der Distanz betrachtet sieht der Baufortschritt beachtlich aus und lässt die geplante Volumenvergrösserung bereits klar erkennen.
So 5. Juli 2026
Tourenwoche Berner Oberland
Tourenbericht Tourenwoche Berner Oberland
Bergführer Walter Fetscher
Teilnehmer Markus Berger, Manuela Villiger, Claudia Coulin, Salome Kisker, Hugues Hagmann, Patrick Mugglin
Sonntag 05.07.2026 Lauteraarhütte
Gemütlich um die Mittagszeit starten wir im Grimsel Hospiz. Der sonnige Weg entlang des Grimselsees lässt uns nicht kalt und so gelangten wir rasch ins Schwitzen. Der Anschliessende Aufstieg zur Lauteraarhütte war nach einer stärkenden Pause auch rasch geschafft.
Markus Berger
Montag, 6. Juli 2026 Hienderstock
Mit der ersten Helligkeit um 05:00 Uhr startete unsere erste Tour der diesjährigen Tourenwoche. Direkt hinter der Hütte (2392 m ü.M.) ging es hoch: Zuerst über steile Pfade, danach über Felsaufschwünge und zuletzt über kleinere Firnfelder. Nach gut zwei Stunden erreichten wir das Hiendertelltijoch, 3093 m ü.M. Nun begann die lohnende Kletterei auf den Ostgipfel des Hienderstocks (3307 m ü.M.). Die Schlüsselstelle befand sich direkt am Anfang. Alle meisterten diese souverän. Anschliessend kletterten wir noch luftig über den Grat zum gleich hohen Westgipfel. Nach einer ausgedehnten Gipfelrast machten wir uns auf die Suche nach der Abseilstelle, welche wir nach einiger Zeit auch fanden. Die Tourenbeschreibung war hierzu nicht wirklich eine Hilfe… 3x Abseilen und wir waren wieder auf einem der Firnfelder, welches wir vom Aufstieg her kannten. Auf dem gleichen Weg stiegen wir wieder zur Hütte ab, wo uns Markus mit dem Hüttenwart Stefan bereits empfing. Eine gelungene, aber auch lange Einlauftour, welche Lust auf mehr machte.
Patrick Mugglin
Dienstag 07.07.2026 Brandlammhorn
Mit aktuellem Topo und einer gehörigen Portion Selbstvertrauen machten wir uns an die Überschreitung der Brandlammhoren. Der Einstieg sollte diesmal einfacher zu finden sein als bei Walters erster Begehung vor über 20 Jahren. Seine damalige Führer-Notiz «hart südlich», über die wir uns im Vorfeld köstlich amüsiert hatten, erwies sich allerdings als erstaunlich zeitlos. Trotz moderner Unterlagen standen wir bald wieder ratlos vor der Wand, und Walter musste wie damals den ersten Aufschwung im hakenlosen Felsen erkunden. Erst danach fanden wir den eigentlichen Einstieg: weiter rechts und wenig offensichtlich. Was «hart südlich» bedeutet, wissen wir bis heute nicht.
Danach zeigte sich die Tour von ihrer besten Seite. Die abwechslungsreiche Gratkletterei mit kräftigen Aufschwüngen, luftigen Passagen und einem schönen plattigen Gipfelaufschwung entschädigte für die Einstiegssuche. Der Abstieg über die Platten mit mehreren Abseilmanövern wurde einzig von einem hartnäckigen Seilverhänger unterbrochen. Weniger genussvoll war der Schluss über Gletscherschliff und Geröll – umso besser schmeckten Kaffee und Kuchen auf der Bächlitalhütte.
Manuela Villiger
Freitag 10.07.2026 Kletterei Bächli Beach
Nach ausgiebigem Ausschlafen bis zum Tagesanbruch marschierten wir in ins Klettergebiet Bächli Beach, das von der Hütte aus gut sichtbar ist. Ein Tag quasi ohne Zustieg, was für ein würdiger Abschluss.
Dort kletterten wir in plattigem Fels am kühlen Morgen ein paar Seillängen, bevor der Fels von etwa 20 Seilschaften überrannt wurde. So packten wir unser Material fröhlich zusammen und beobachteten den entstehenden Dichtestress vom Wandfuss, aus dem See und über Kaffee und Kuchen hinweg und freuten uns über unser Tagwerk.
Ein schöner Abschluss einer tollen Tourenwoche, bei der wir stolz auf unsere individuellen Leistungen zurückblicken können, mit vielen schönen Erlebnissen im Gepäck.
Claudia Coulin
Fr 3. Juli 2026
Überschreitung vom Chli- zum Gross Leckihorn
Überrascht vom kurzen Hüttenzustieg dank Taxi nach Oberstafel lagen nachmittags noch ein paar Seillängen Felsgewöhnung im Klettergarten in den geplanten Seilschaften drin. Ein halbes Znacht (laktosefrei) und ein doppelter Dessert sorgten für die nötige Energie für den nächsten Tag. Gegen 5 Uhr begann unser mystischer Aufstieg zum Gletscher zwischen Nebelschwaden und Sonnenaufgang. Luftige Gratkletterei am griffigen Felsen erwartete uns am ersten Grat. Dank besten Briefings durch Walter ging es speditiv mit 4 Seilschaften (!) zum Gipfel des kleinen Leckihorns und nach einer Schneefeldquerung zum anspruchsvolleren Aufstieg zum grossen Leckihorn. Auf eine ausgedehnte Znünipause auf dem Vorgipfel folgte eine luftige Abkletterei zum tiefer gelegenen(!) Gipfelkreuz. Nachdem das vom Gipfel erspähte Seeli in Hüttennähe Erfrischung versprach, war auch der schweisstreibende Abstieg rasch gemeistert. Nun folgte das Übliche: Kaffee, Kuchen, Käseschnitte und irgendwann das Eintauchen in die sommerliche Wärme im Unterland. Herzlichen Dank Walter fürs Führen und Yvonne fürs Organisieren dieser tollen Tour.
Mo 29. Jun. 2026
9. Arbeitswoche auf der Weissmieshütte
Einsatzwoche 9 im Juli 2026
Spatenstich, Gerüst, Reparaturen, Fassadenmuster
Der Spatenstich kann würdevoll und farbenfroh nachgeholt werden, präsentiert durch die Arbeitsgruppe dieser Woche: Peter Lüscher, Tobias Bossert, Ueli Wiedmer, Freddy Huser, Walti Büchel, Fritz Ramseier
Rund um die Hütte wird das Gerüst fertig erstellt. Es stehen Abbrucharbeiten am Dachgeschoss an: Demontage der bestehenden Firstpfette, Abbruch der Bruchsteinwände beim Giebel.
Kletterkünste und geschickte Hände sind gefragt für verschiedene Reparaturen: Am alten WV-Gebäude wird ein kleiner Schaden an der Dachkonstruktion geflickt, verursacht durch den Armeehelikopter.
Unangenehm oder nicht, gemacht muss es sein! Alle Pissoirs müssen wieder gereinigt und durchgängig gemacht werden.
Auch die Werkzeuge brauchen Reparatur und Unterhalt.
Ganz wichtig ist auch die Sanierung der Brunnenzuleitung. Die Leitung ist verstopft, muss verlängert und neu angeschlossen werden.
Das Fassadenmuster muss erstellt werden. Dazu braucht es passende Steine.
Sa 27. Jun. 2026
Alpinwanderung Mont de l'Etoile 3369 m
Pünktlich um 6.29 Uhr konnten wir in Olten den Zug besteigen und die vom Tourenleiter Hugues reservierten Sitzplatze einnehmen, in Sion gings dann mit dem Postauto weiter nach Arolla, wo wir uns noch kurz verpflegten und für den Aufstieg ausrüsteten. Gleich hinter dem Gasthaus gings dann recht steil den kühlen Wald hoch, danach über Wiesenwege, Bäche, Schneefelder, Geröll zur Cabane des Aiguilles Rouges, wo wir früh am Mittag ankamen. Mit Trinken, Essen, Ausruhen verbrachten wir den Tag bis zum Abendessen, das entgegen den Erwartungen echt gut war. Die Küche ist da nicht wirklich sehr modern..
Hugues erklärte uns nach dem Essen den detaillierten Weg für den folgenden Tag.
Am Sonntag sind wir dann kurz vor 7 Uhr aufgebrochen, durch wildes Gelände, lange Moräne und dann den steilen, rutschigen, Gipfelgrat bis zum Mont de l'Etoile 3369 m wo wir kurz vor 9 Uhr den Gipfel erreichten,
Nach kurzer Stärkung, Gipfelbilder und Kleiderwechsel gings dann wieder vorsichtig runter, bis zum Bach, wo dann der normale Weg weiter bis zum Lac Bleu führte, wo einige reingesprungen und sich erfrischt haben. Danach gings nach Arolla La Gouille und Richtung Olten zurück, Danke Hugues fürs Oganisieren.
Mo 22. Jun. 2026
8. Fronarbeitswoche auf der Weissmieshütte
Einsatzwoche 8 im Juni 2026
Die Betonierungsarbeiten sind abgeschlossen!
Die Architektinnen Sereina Fritsche und Carol Hutmacher machen sich auf den Weg zur Hütte. Es stehen Besprechungen an, z.B. betreffs der kommenden Holzarbeiten. Jörg Zurbriggen von der Holzkreation Zurbriggen AG, die Architektinnen und Michael Gyger treffen sich zum Gespräch.
Steine, Steine, Steine…: Diese Woche sind die Lehrlinge der Firma Galli vor Ort und stellen ihre Kräfte zur Verfügung.
Ja die Fundamente stehen. Sie sind hier klar und sauber zu sehen, und lassen kaum mehr erahnen, wieviel Arbeitsschritte bereits getätigt worden waren, wieviel helfende Hände hier bereits gewirkt hatten und weiter gefragt sind!
Die Steinernte und Räumungsarbeiten sind immer noch ein Thema, aber auch der Transport der Big-Bags zur Hütte mit der Air Zermatt. Ein Highlight war sicher das Anhängen der Lasten an die Longline. Die Truppe ist mitten in der Arbeit mit den Steinen zu sehen. Viele Big-Bags gilt es zu füllen!
Bericht der Firma Galli:
Eine Woche ohne Dusche, dafür mit Helikoptereinsatz, Gipfelbesteigung und unvergesslichen Erfahrungen, genau solche Erlebnisse prägen eine Berufslehre.
Bei der Galli Hoch- und Tiefbau AG sind wir überzeugt, dass eine gute Ausbildung weit mehr umfasst als Schule und Baustelle. Junge Berufsleute entwickeln sich besonders dann weiter, wenn sie Verantwortung übernehmen, neue Herausforderungen annehmen und gemeinsam als Team wachsen können.
Anfang Juni durften unsere Maurer- und Strassenbau-Lernenden eine besondere Woche bei der SAC Weissmieshütte in Saas-Grund auf 2'726m ü. M. verbringen und aktiv beim Umbau der Berghütte mitarbeiten. Für unsere Lernenden war diese Woche in vielerlei Hinsicht eindrücklich. Die Unterkunft war einfach, Massenlager statt Hotel und keine Dusche. Gleichzeitig konnten sie erleben, wie unter den besonderen Bedingungen im Hochgebirge gearbeitet wird. Beton wurde direkt vor Ort gemischt, Materialtransporte mussten genau geplant werden und viele Arbeitsabläufe unterschieden sich deutlich von einer Baustelle im Mittelland.
Ein absolutes Highlight war der Helikoptereinsatz. Die im Bachbett gesammelten Steine wurden zur Hütte geflogen um anschliessend vermauert zu werden. Ein Erlebnis, das wohl allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Neben der praktischen Ausbildung war uns auch das Thema Arbeitssicherheit besonders wichtig. Gemeinsam mit unserem Sicherheitsbeauftragten Sydney Winiger konnten wir die Lernenden auch unter diesen speziellen Bedingungen für sicheres Arbeiten sensibilisieren. Gerade in einem anspruchsvollen Umfeld wie dem Hochgebirge zeigt sich, dass Arbeitssicherheit kein Zusatz ist, sondern die Grundlage für jede erfolgreiche Baustelle.
Natürlich durfte auch der Teamgeist nicht zu kurz kommen. Gemeinsam bestiegen wir das Jegihorn auf 3'206 m ü. M., eine beachtliche Leistung, auf die unsere Lernenden stolz sein dürfen. Den gelungenen Abschluss dieser intensiven Woche bildeten die rasante Talfahrt mit den Trottinetts sowie eine wohlverdiente Abkühlung im Thunersee.
Solche Wochen vermitteln nicht nur fachliches Wissen. Sie fördern Eigenverantwortung, Zusammenhalt, Durchhaltevermögen und stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Gleichzeitig entstehen Erinnerungen und Erfahrungen, die weit über die Lehrzeit hinaus Bestand haben.
Als Ausbildungsbetrieb ist es unser Ziel, unseren Lernenden nicht nur das Handwerk zu vermitteln, sondern sie auf ihrem Weg zu engagierten und verantwortungsbewussten Fachkräften zu begleiten. Genau solche Erlebnisse tragen dazu bei.
Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten und Sponsoren, die diese Woche möglich gemacht haben und ein grosses Kompliment an unsere Lernenden für ihren Einsatz, ihre Motivation und ihren Teamgeist. Wir sind stolz auf euch!
Di 16. Jun. 2026
Stöckalp zum Wandelen-Arnigrat-Flüeli Ranft
Bergwanderung Arnigrat
7 Personen besammelten sich 6.20 vor dem Spettacolo zu unserer Bergtour ins Melchtal. Auf der Stöckalp offerierte uns Hans Berger (Bergführer) das KaGi. Es freute uns, dass er als Teilnehmer dabei war. Von der Stöckalp aus wanderten wir auf einem steilen Weg bis zum Wandelen. Nach der Pause konzentriert über den Arnigrat wo Trittsicherheit gefragt war. Wir erklommen zahlreiche Aufschwünge und Gipfelchen. Am Ende des Grates langer Abstieg von 1600 HM nach Flüeli Ranft. Eine schöne aber auch anstrengende Tour. Im Namen der Gruppe dir Jörg ein grosses Dankeschön für die Organisation und die Führung und auch Hans danke für die Unterstützung.
Autor: Markus Stadler, Fotos: Jörg Bitterli
Mo 15. Jun. 2026
7. Fronarbeitswoche auf der Weissmieshütte
Einsatzwoche 7 im Juni 2026
Erste Grundmauern, Steinernte, Bauleitung
Wie auf dem Foto ersichtlich, ist die Basis gelegt für die ersten Grundmauern!
Das Ausmass der Hüttenerweiterung ist nun klar erkennbar und zeigt, dass auf zwei Seiten der Hütte das Volumen hangaufwärts vergrössert wird.
Auf dem Grundrissplan sind diese Neuerungen in Rot erkennbar. Auf dem Foto ist auch eine Ankerstange, umhüllt mit einem schwarzen Tuch, im neuen Mauerabschnitt zu erkennen.
Alle Verankerungen ragen zwischen 3-4m in den Untergrund / Felsen und nehmen Druckkräfte auf.
In der Fronarbeit ist weiterhin Steinernte angesagt. Diese Woche sind Samuel Ramseier und Thomas Weber im Einsatz.
Wöchentlich wird der Umbau jeweils montags vor Ort gesichtet, begleitet und protokolliert, entweder durch den Bauleiter Michael Gyger oder seinen Stellvertreter Manfred Bärtschi.
Sa 13. Jun. 2026
Fels- und Firnkurs
Sonnig - windig - lehrreich
Beim Fels- und Eiskurs war in diesem Jahr alles dabei: Teilnehmende von 11 bis 56 Jahre, viel Wind, Sonne und Schnee, erfolgreiche Gipfelbesteigungen und windbedingter Rückzug, rasante „Abfahrten“ ins Tal (Schade, hatten wir keine Ski dabei), Kuchen, Puzzle und Jass auf der Tierberglihütte und natürlich ganz viel Lehrreiches. Danke an unsere Bergführer Aaron, Lionel und Philipp für Knotenkunde, Spaltenbergung, Sicherungstechnik und alles Neue, was hoffentlich bald Anwendung findet. Merci Patrick für die tolle Organisation (:
Mo 8. Jun. 2026
6. Fronarbeitswoche auf der Weissmieshütte
Einsatzwoche 6 im Juni 2026
Sanitärcontainer, Materialverlegung, Abbruch, Steine
Draussen ist Burn Spezialbau weiter beschäftigt mit Themen wie Sickerleitung, Hüllrohre für Elektrokabel, Betonieren und Containertransport.
Drinnen muss noch einiges entsorgt und für weitere Schritte vorbereitet werden.
Im Estrich muss alles Material auf der Bergseite First entsorgt werden. Talseitig ist dies nicht erforderlich.
Der Sanitärcontainer wird vor Ort gebracht und hinter der Hütte positioniert.
Die Frischwasser -und Abwasserinstallation steht noch an.
Die bereitgestellten Abbruchmaterialien von Hütte und Terrasse werden von der Armee zum Wechselplatz «Sandig Bodu» geflogen und anschliessend mit einem Greifer abgeholt.
Im Rückflug werden die gesammelten Steine in den Big-Bags zur Baustelle transportiert.
Auch diese Woche werden die Arbeiten durch Fabian Egger tatkräftig unterstützt. Er ist mit Roberto Arnold am zuverlässigen Zubinden der Big-Bags. Sorgfalt ist wichtig!.
Durch den Rotorwind (Downwash) könnten beim Abholen des Materials Gefahren entstehen durch loses Material oder offene Säcke.
Bei allen Helikopterflügen gilt es, die von der SUVA erstellten neun lebenswichtigen Regeln für das Bodenpersonal einzuhalten.
- Zusammenarbeit absprechen.
- Last sicher anschlagen.
- Briefing durchführen.
- Kommunikation sicherstellen.
- Schutzausrüstung tragen.
- Zugang zum Gefahrenbereich kontrollieren.
- Unnötigen Aufenthalt im Gefahrenbereich vermeiden.
- Auf Gefahr durch schwebende Last achten.
- Auf Gefahr durch Rotorwind achten.
Sa 6. Jun. 2026
Tourenleiter FK Sommer
Tourenleiter FK an der Sidelenhütte – Technik, Taktik und viel Praxis
Im Rahmen des Tourenleiterkurses verbrachten wir ein intensives und lehrreiches Wochenende rund um die Sidelenhütte. Ziel war die Wiederholung und Vertiefung zentraler Inhalte für das Führen von Berg- und Hochtouren.
Ausgangspunkt war der Furkapass, von wo aus wir uns auf den Weg zur Hütte machten. Bereits während des Zustiegs wurden die ersten Kursinhalte praktisch umgesetzt. Der Fokus lag zunächst auf dem sicheren Führen und Gehen am kurzen Seil im alpinen Gelände. Besonders spannend war dabei die Übung im Blockgelände, bei der sich die Teilnehmenden gegenseitig führten – teilweise mit verbundenen Augen.
Im weiteren Verlauf wurden zahlreiche technische Inhalte trainiert und gefestigt:
- Seilhandling in unterschiedlichen Situationen
- Anwendung mobiler Sicherungsmittel
- Standplatzbau (inkl. improvisierter Varianten)
- Knoten aller Art
- Abseilen sowie Aufstieg am Seil
Die Kombination aus theoretischem Input und direkter Anwendung im Gelände ermöglichte ein sehr praxisnahes Lernen.
Die Übernachtung in der Sidelenhütte war – wie gewohnt – sehr angenehm und bot eine willkommene Erholungsphase. Am zweiten Tag starteten wir perfekt ausgeschlafen und nutzten den Tag für eine Anwendungstour auf den Galengrat.
Dabei zeigte sich eindrücklich, wie entscheidend gute Führung und Koordination sind: Mit mehreren Seilschaften am Grat wurde schnell sichtbar, wie viel Zeit verloren gehen kann, wenn die Abläufe nicht klar organisiert sind.
Im praktischen Teil wurden insbesondere das Gehen am kurzen Seil, Mikro-Seillängen sowie der mobile Standplatzbau nochmals intensiv geübt und vertieft. Kreativität war ebenfalls gefragt: Zum Abschluss gelang es uns, drei funktionale Standplätze auf engstem Raum – praktisch auf einem Quadratmeter Fels – einzurichten.
Fazit: Ein sehr lehrreiches Wochenende mit hohem Praxisanteil, wertvollen Erkenntnissen und viel Raum für Eigenverantwortung und Reflexion. Ein herzlicher Dank geht an unseren Bergführer Walter für die kompetente und praxisnahe Kursleitung.
Mo 1. Jun. 2026
5. Fronarbeitswoche auf der Weissmieshütte
Einsatzwoche 5 im Juni 2026
Betonieren, Altholzentsorgung, Steinernte
Fronleichnam verkürzt die Woche. Es gibt einen kurzen, kompakten Einsatz für die Truppe.
Roger Schranz, John Germann und Dominik Jenni, arbeiten an der Verschalung, verlegen Armierungseisen etc., damit anschliessend die Streifenfundamente auf zwei Hüttenseiten betoniert werden können.
Drei Tage im Freiwilligeneinsatz sind diese Woche: Ueli Widmer, Fabian Egger, Irène Bachmann und Thomas Studinger. Ihr Auftrag ist sowohl die Altholzentsorgung als auch die Steinernte. Die gesammelten Steine werden später bei der Aussenfassade verwendet.
Mo 25. Mai 2026
4. Fronarbeitswoche auf der Weissmieshütte
Einsatzwoche 4 im Juni 2026
Brücke zum Haupteingang installieren, Leitungen freilegen, Fundamentsohle ausheben und Transportgebinde zum Abtransport bereitstellen,
dies die Haupttätigkeiten in der 4. Fronarbeitswoche.
Mo 18. Mai 2026
3. Fronarbeitswoche auf der Weissmieshütte
Aushub, Materialcontainer, Frau mit Power im Frondienst
Nein, einladend ist dieser Eingang momentan nicht. Im Zusammenhang mit der Demontage der Terrasse ist auch der Eingangsbereich betroffen. Der Boden braucht eine neue Unterkofferung und wird entwässert.Da braucht es nicht nur helfende Hände sondern, auch schwere Bagger.
Ein Materialcontainer tut gute Dienste.
Eingekleidet ist er mit Schalungsbrettern von der abgebauten Terrasse: Recycling in den Bergen!
Nur eine Person leistet diese Woche Fronarbeit! Marianne Wyss packt zu, eine Frau mit Power!
«Sie ist selbstständig und macht einen guten Job» Ein schönes Kompliment von einem Mann!
Do 14. Mai 2026
Auffahrtsskitouren
Dieses Jahr starten wir mit einem sich, eher Änderungen unterworfenen, Wetterbericht aber nichtsdestotrotz ungebrochenen Tatendrang in die Auffahrtstourenwoche im Jungfrau-Gebiet. So starteten wir auf dem Jungfraujoch zu unserer Tour mit dem Ziel Konkordiahütte. Und die erste Überraschung liess nicht lange auf sich warten: Die schlechte Sicht bei der Ankunft auf dem JFJ hatte sich aufgelöst, und wir starteten mit blauem Himmel und Pulver unter den Skiern Richtung unseres Ziels. Mit herrlichen Schwüngen waren wir so unserem Ziel viel schneller nah als gedacht. Darum nutzten wir die Gelegenheit, wieder einmal die unterschiedlichen Methoden für Spaltenrettung zu üben. Bei zunehmendem Schneefall nahmen wir dann den letzten Teil über die Treppen zur Konkordiahütte zum verdienten Kaffee und Kuchen
Bei schlechtester Prognose stiegen wir wieder die Treppe runter. Der Tatendrang war immer noch ungebrochen. So steuerten wir dann das Licht in der Grünhornlücke an. Die Spurdetektoren führten um die Spalten in einen wunderbaren ersten Abfahrtshang.
Bei minimaler Sicht und ungebrochenem Tatendrang starteten wir einen zweiten Anstieg Richtung Wyss Nolle. Bei zunehmend schweren Schneeverhältnissen und einem prognostizierten schlechteren Wetter entschieden wir uns genau auf 3200 m ü. M., die zweite Abfahrt zu starten.
Nach 1h Aufstieg zur Hütte genossen wir die wohlverdiente Rösti.
Hugues erschöpft am Frühstückstisch, wie kommt’s? Ein Teil zum Hütten-Puzzle hinzuzufügen, wurde leider um 22:00 vom Hüttenwart unterbunden.
Mit den Skiern sind wir über den Fieschergletscher gebrettert (gestöckelt) zu unserem Ausgangspunkt zum Aufstieg auf das Grosse Wannenhorn. Beim Aufstieg genossen wir das wunderschöne Panorama mit Sonnenschein und Wolkenspiel. Mit zunehmenden Höhenmetern nahm auch der Wind zu. Auf dem Sattel vor dem ersten Steilaufstieg entschieden wir uns aufgrund der Bedingungen schon hier für die Abfahrt. Walter zeigte uns die schönsten Pulverhänge, und wir pulverten unsere Kurven in den wunderbaren Mai-Schnee.
Dort verspürten die einen den Drang zum Puzzeln in der Hütte und so waren wir dann auch gefühlt schneller zurück als gedacht. Damit unser Präsident heute früh genug ins Bett kommt, halfen wir in einer Gruppenleistung das Puzzle so schnell wie möglich fertigzustellen.
Früh aufgewacht, wurden wir mit einem wunderschönen Bergpanorama begrüsst: weisse Hänge, nachtblauer Himmel und noch die letzten Sterne von der Nacht.
Über den Fieschergletscher machen wir uns los Richtung „Rotloch“, wo wir dann langsam Richtung Osten auf dem Galmigletscher aufsteigen. Es ist noch kalt, doch bald sehen wir kurz vor dem Aufstieg aufs Vordere Galmihorn die ersten Sonnenstrahlen. Der Aufstieg geht einfacher als gedacht, dank der Spuren einer vorausgehenden Gruppe, und so sind wir schon kurz nach 9 auf dem Gipfel wo wir die eine wunderbare Weitsicht von den östlichen Bündner Alpen, Richtung Norditalien, Walliser 4000er bis zum Mont Blanc geniessen.
Mit den schnell steigenden Temperaturen geht’s dann runter Bächilike und mit einem kleinen Sprung über die Kante in den sulzigen Frühlingshang. Dort geniessen wir dann noch die letzte Abfahrt der Saison bis auf knapp 2000 m ü. M. Von da aus ist es dann nur noch eine kleine Wanderung bis nach Reckingen wo der warme Frühling schon auf uns wartet.
Lorenz Schmid
Mo 11. Mai 2026
2. Fronarbeitswoche auf der Weissmieshütte
Ausbau Aussensitzplatz und Montage WebCam
Beatrice, Samuel, Jörg und Andy nahmen per Auto (bis Kreuzboden) oder wie Samuel sogar ab Saas Grund, zu Fuss den Weg zur Weissmieshütte unter die Beine. Zu Beginn noch mit Nebel, dann aber immer stärker auch Wind und Schneefall begleitete die Wandersleute nach oben. Am Nachmittag klarte es dann auf und die ersten Helitransporte mit Baumaterial etc. konnten eingeflogen werden. Nach einer ersten Stärkung und aufwärmen in der Weissmieshütte, freundlich begrüsst und verpflegt durch Eveline, starteten wir mit den Arbeiten. Der Boden des Aussensitzplatzes musste komplett ausgebaut und zum Abtransport gestappelt werden. Am Dienstagmorgen schneite und stürmte es erneut bei Minustemperaturen und kurz nach dem Mittag klarte es wiederum auf und die Arbeiten konnten bei schönstem Wetter abgeschlossen werden.
Zusätzlich wurde auch noch eine WebCam an einem naheliegenden Felsen angebracht und in Betrieb genommen. Die Bilder werden dann auch auf der Webseite einsehbar sein.
Vielen Dank den 4 SAC-Fronarbeitsleistenden Beatrice, Samuel, Jörg und Andy
Sa 9. Mai 2026
Vorstandsausflug 2026 auf die Burg Aarburg
Mitten an einem wunderschönen Samstagnachmittag im Wohnemonat Mai traff sich der Vorstand am Bahnhof Olten auf der Kante B4 und nahm gleich den nächsten Bus Richtung Aarburg. Jörg Bitterli organisierte den Vorstandsausflug 2026. Die Türen vom Linienbus standen offen, also nichts wie einsteigen und los ging die Fahrt. Das wir einen Kurs zu früh genommen haben, bemerkte die Gesellschaft aber bereits vor der nächsten Haltestelle. Die fehlende Person war rasch informiert und traff dann am Ausstiegsort in Aarburg mit dem nächstfolgenden Bus ein.
Nun war die Ausflugsgruppe vollzählig und nahm den kurzen aber steilen Treppenweg hinauf zur Burg unter die Füsse. Vor dem Haupteingang begrüsste uns Dominik Bättig und führte uns anschliessend etwa 2 Stunden durch die Burg Aarburg. Sehr Interessant waren die Ausführungen von Dominik und nicht minder spannend der Verlauf des Eingangs mit den 78 Treppenstufen hinauf durch den Fels, worauf die Burg Aarburg seit Jahrhunderten steht. Die Burg Aarburg dient seit geraumer Zeit als Jugendheim und bietet nebst einem regulären Abschluss auf Stufe Real- und Sekundarschule, auch noch insgesamt 7 verschiedene Berufe zur Ausbildung an.
Die Treppen, Stufen und Durchgänge waren teilweise mehr als SAC-passend, musste man doch die Köpfe einziehen oder den nächsten Tritt gut planen und ja, die Aussicht hinunter ins Städtchen Aarburg erforderte teilweise leichte Schwindelfreiheit. Der sehr schöne Vorstandsausflug 2026 wurde mit einem feinen Nachtessen in Zofingen abgerundet, worauf sich dann die Gesellschaft mit vielen Eindrücken und vollem Magen auf die Rückreise nach Olten machte. Besten Dank Jörg fürs organisieren.
Mo 4. Mai 2026
1. Fronarbeitswoche auf der Weissmieshütte
Schneeräumung und entfernen des Rasenbelages auf der Terasse
Die erste Fronarbeitswoche wurde durch Ueli Wiedmer, Christoph von Arx und Mohammad Jumaa bestritten. Es wurde mit dem Abbau der Terrasse begonnen, ein Windschutz vor der alten Hütte erstellt, Werkzeuge aussortiert, Altlasten zum Entsorgen in Helisäcke vorbereitet und bis zum Umfallen Schnee geschaufelt.
Apropos Terrasse, der grüne Rasenbelag stammte gemäss gut unterrichteter Quellen aus dem YB-Stadion in Bern...
Sa 2. Mai 2026
Exkursion Fortifikation Hauenstein
Ein drei Kilometer langer Erinnerungspfad der Fortifikation Hauenstein erstreckt sich in der Bölchen-Region zwischen Lauchflue («Panzertürmli») und Bölchenflue und führt durch die eindrucksvolle Naturlandschaft des Juras auf rund 1000 Metern über Meer. Entlang des Wanderwegs beleuchtet der Erinnerungspfad einen repräsentativen Abschnitt der insgesamt 48 Kilometer langen Fortifikation Hauenstein – eines Verteidigungsrings aus militärischen Befestigungen, der während des Ersten Weltkriegs zum Schutz des strategisch bedeutenden Eisenbahnknotens Olten errichtet wurde. 17 Aktive und SeniorInnen machten sich auf den vorzüglich dokumentierten Weg der Fortifikation Hauenstein. Christoph Rast, Historiker und ehemaliger Bibliothekar der Stadt Olten, verband die vielseitige Geschichte des zwischen 1914 und 1918 entstandenen eindrücklichen Bauwerks mit Hinweisen auf die damalige Zeit, aber auch auf die hügelige Umgebung. Die ganze Anlage erstreckt sich in einem Bogen über die Hügel der Jurakette um die Stadt Olten. Der Aufwand für einen Laufmeter Schützengräben war sehr kräftezehrend, die Bedingungen der ohne Maschinen durchgeführten Arbeiten unvorstellbar hart. Für einen Laufmeter Schützengraben waren 85 Stunden notwendig. Die Verpflegung war offenbar gut; Christoph Rast informierte über die zahlreichen Mahlzeiten, die sich jedoch gegen Ende der Kriegszeit verschlechterten. Eindrücklich würdigte er auch die unglaublich tapferen und zunehmend eigenständiger werdenden Frauen und Mütter zu Hause. Anschliessend verpflegten sich die Teilnehmenden beim Picknick und nahmen den Abstieg nach Eptingen unter die Füsse, wo im Hotel Eptingen-Bad der Schlusstrunk stattfand.
Autor: Urspeter Meyer, Fotos Andy Sigrist
So 26. Apr. 2026
Naturkundliche Baum- und Frühlingswanderung
19 Personen trafen sich am Sonntagmorgen bei schönstem Frühlingswetter um sich von Sasha und Max auf eine schöne naturkundliche Wanderung zu begeben. Mit dem Zug ging es nach Lommiswil im Holz.
Die Stöcke wurden montiert und die Jacken abgezogen. Langsam ging es aufwärts. Unterwegs gab es immer wieder Stopps um uns auf die verschiedensten Punkte aufmerksam zu machen. Zuerst zeigte uns Max die Strauchwicke. Ein kleiner Busch in den Felswänden mit gelben Blüten. Kurz darauf kamen wir am Waldvögelchen vorbei. Einer kleinen weissen Orchidee. Die Hohltaube meldete sich auch mit Gezwitscher. Vorbei an dem Restaurant Schauenberg geht es eine Weide hoch um den Blauen Kalk - Glocken Enzian und das männliche Knabenkraut zu bewundern. Danach ging es zum Höhepunkt. Ganz versteckt ging es zur «alten Dame» einer 1000-jährigen Eibe. Dem ältesten Baum des Kantons. Wieder zurück auf der Weide gab es eine Mittagsrast mit ganz viele vertiefende Erklärungen zum Gesehenen. Vorbei am Restaurant ging es zum Bettlachberg. Auf diesem Weg wurden wir auf die vielen besonderen, eindrücklichen Bäume aufmerksam gemacht. Das schöne Bergpanorama war mal ausnahmsweise nicht so wichtig. Nach dem guten Früchtekuchen im Bergasthof Bettlachberg mussten wir uns sputen den Bus am Bettlachrank zu erreichen. Mit diesem erreichten wir pünktlich den Bahnhof Grenchen Süd um nach Olten zurück zu kehren.
Wir danken Sasha und Max für den schönen Tag und die vielen interessanten Informationen.
Autorin: Monika Spahr, Fotos Monika Spahr, Max Jaggi
Mo 30. März 2026
Skitourenwoche Splügen
Skitouren/Kulinarische und kulturelle Woche Splügen:
Nicht nur Skitourenliebhaber und Liebhaberinnen kamen diese Woche auf die
Rechnung, auch kulinarisch und kulturell wurde einiges geboten. Christoph bekochte uns fürstlich. In einer Brauerei zu wohnen war zudem sehr angenehm, so konnten wir täglich ein neues Bier kosten.
Dank Reto, pensionierter Primarlehrer und Theatermacher von Splügen, lernten wir ein Stück Kulturgut des Rheinwaldes kennen.
Wen wir auch kennenlernten war der Wind. So heisst es doch:
„Das Rheinwald ist wild und scharfen Lüften unterworfen.“
Die Touren, die uns Andy Steingruber und Kevin Meyer boten, waren wirklich
exellent. Am Mittwoch gabs gar eine Tiefschneeabfahrt vom Feinsten. Hier unsere
Tourenziele der ganzen Woche:
Montag, 30.3.26: Guggernüll 2886m)
Dienstag, 31.3.26: starker Schneefall und Wind: Aufstieg im Wald Richtung Surettaseen, Abfahrt zur Splügenpass Strasse
Mittwoch, 1.4.26: Nufenen – Wannagrat (2378m)
Donnerstag, 2.4.26: Hinterrhein – Chilchalphorn (3039m)
Freitag, 3.4.26: geplant war Pizzo Tambo, erreicht haben wir das Ski Depot (3096m), Umkehr wegen starkem Wind und Zeitmangel.
Danke Andy und Kevin, Bergführer und Aspirant
Do 19. März 2026
Albristhore (2'762m)
ERSATZTOUR Bodezehore&Drümännler
Aufgrund der Lawinensituation hat Chris eine tolle Alternative zum Albristhore angeboten und uns mit genauster Planung souverän auf zwei(!) Gipfel im Diemtigtal geführt: Bodezehore - mit wunderbarer Pulverabfahrt und Drümännler - dank perfektem Timing im leicht angesulzten Hang ein wahrer Abfahrtsspass!
Auch die Verpflegung kam nicht zu kurz. Der frühmorgendliche Kaffee zum aufwachen und aufwärmen, gemütliche Picknickpausen auf den windstillen sonnigen Gipfeln und zum Schluss für alle ein kühl gestellter Saft vom Fass - Chris hat an alles gedacht und uns rundum gut versorgt. Danke!
So 8. März 2026
Skitourenwoche vom Val Bedretto ins Binntal
Skitourenwoche 8.3. - 13.3.2026 vom Val Bedretto ins Binntal
Sonntag, All`Acqua – Corno Gries
Start ohne lange Unterhosen gleich neben der Salatbar, leider hatten wir keine Zeit das Tartar zu testen. Wir starten flüssig und sind gut aufgewärmt und rasch in der Hütte. So reicht es noch für eine kurze Einführung oder Refresher der «Schwanzschnurtechnik» für eine optimale Abfahrtstechnik - mehr dazu später.
Montag Corno Gries – Blinnenhorn – Rifugio Claudio e Bruno
Heute heisst es «Gring abe ond seckle», nach 10 km ging es endlich aufwärts zum Gipfelkreuz mit Altar. Leider hatten wir keine Opfergabe mit dabei, so konnten wir den Sonnen-Gott nicht milde stimmen. So holte uns alsbald der alt bekannte «Nebel» ein. Nach 20 Schwüngen hat sich die Sichtdistanz auf 10 m verringert. Wir adaptieren uns rasch und dank der Schwanzschnurtechnik erreichen wir selbst in dichtem Nebel sicher und mit eleganten Schwüngen das Rifugio. Hier werden wir herzlich mit Spaghetti an Tomatensauce und Bialettikaffi empfangen.
Einschub Schwanzschnurtechnik: man nehme eine «Schwanzschnur/runden Elastik» diesen spanne man zwischen den Händen nach aussen. So entsteht eine tip top Rumpfspannung - ein sogenanntes Powerhous und man steht optimal und kraftvoll auf den Skiern.
Dienstag Rifugio Claudio e Brunon - Hohsandhorn- Hohsandjoch- Mittlenberghütte
Um das frische Gemüse (rohe Rüebli und roher Kabis) besser zu verdauen, geniessen wir inbrünstig das Colazione Italia mit Zwieback und aufgewärmtem Panettone ganz ohne Butter.
Um eine Schneeabfahrt bemüht sucht Walter zum Auftakt des Tages den Schnee um die Steine. Danach geht`s kontinuierlich aufwärts in die Höhe und den dichter werdenden Nebel. Auf dem Gipfel werden wir mit einem On-Off-Panorama belohnt.
Zur Abfahrt wartet eine alpintechnische Einlage mit einer 90° Abeilstelle auf uns.
Nach weiterem Auf und Ab landen wir bei Caroline in der Mittlenberghütte. Mit viel Charm ebnet Walter uns den Boden für einen entspannten Abend. Im Verlauf des Abend durchqueren wir gekonnt das Minenfeld und hinterlassen eine breite Schleimspur.
Mittwoch Mittlenberghütte – Gross Schinhorn – Crampiolo / Alpe Devero
Am Morgen vor der Hütte glaubt niemand, dass wir in ein paar Stunden auf diesem spitzen, wilden Gipfel stehen werden. Heute ist der Aufstieg stotzig, jedoch begleitet von einem Wetterbedingten wunderschönen Lichtspiel in der Landschaft. Vom Skidepot steigen wir hoch dem schmalen und steilen Gipfel entgegen. Der Wunsch auf Weitsicht, Sonne und Panorama blieb uns verwehrt.
Super Schnee auf der blinden Abfahrt und eine schweisstreibende Seeumrundung. In Italien angekommen, geniessen wir Apéro, Antipasti, Pasta, Torte e doccia.
Donnerstag Rundtour Crampiolo via Pkt. 2611 neben Punta della Valle – Bocchetta di Scarpia – Alpe Devero
Mit einem ausführlichen italienischen Frühstück mit Kuchen, Zuckerwasser (Sugo di frutta) und tanti Cappuccini.
Es geht Richtung «Punta della Valle» gemütlich die nadellosen Lärchenwälder hinauf. Das Wetter verändert sich von sehr leichtem, nächtlichem Schneefall zu blauem Himmel mit viel Weitsicht. Einmal oben, auf Pkt. 2611 folgt eine Genussfahrt durch mäuseschenkelhohen Neuschnee.
Es geht erneut hoch zum nächsten Grad und anschliessend via Alpgelände, See und Wald gelangen wir zur Alpe Devero. So ist auch das Abendessen vom Vorabend mit Cervo, Salsiccia, Braten, Pilzen und viel Polenta endgültig verdauet.
Wir verzichten wohlweislich im Hinblick auf ein weiter üppiges Znacht auf`s Zvieri- Plättli. Bei einem gläsigen Sandwich tanken wir Sonne bis sie hinter den Bergen verschwindet.
Freitag Crampiolo -Punta della Rossa / Geispfad – Fäld bei Binn.
Ein kurzes gemütliches Einlaufen über die Ebene, danach startet das Warmup im Wald als Cross-Skitour und endet als schweisstreibende Skibuckeltour den schneelosen, vereisten Steilhang hinauf. Die Pause kommt etwas später, da wir uns erst beim gemütlichen Laufen abkühlen sollen.
Der Action für heute nicht genug umschiffen wir die Leiter und nutzen endlich unsere Frontzacken der Steigeisen. Oben angekommen geniessen wir die «ausführliche Pause» um die Schwabelbeine zu beruhigen.
Nachdem der Puls wieder in der Mittelfrequenz seinen Platz gefunden hat, geniessen wir die schöne Landschaft der Hochebene. Der Föhn kommt auf und es wird kühl, also geht es zügig nach unten. Wir legen einen wunderbaren Kurventeppich und schliessen mit einem wilden Ritt durch den Wald.
Schön wars, Danke!
...ein Gruppenwerk
Fr 6. März 2026
Grassen-Sustlihütte
Über den Stössenfirn zum Grassen: Meientaler
Skitouren-Highlights
Einen Moment lang stutzten wir: Würde uns das Taxi wirklich in Wassen abholen? Nach fünf Minuten banger Wartezeit stellten wir die Telefonnummer des Transportunternehmens ein - doch
siehe da: Genau in diesem Augenblick steuerte der Kleinbus auf die Haltebucht zu, die vor unseren Füssen lag.
Gutgelaunt konnte es somit weitergehen zum Start unserer zweitägigen Tour im Meiental. Der
englischsprechende Taxichauffeur setzte uns kurz vor Gorezmettlen ab. Zu dritt schnallten wir die
Skis an die Füsse, wobei wir auf dem Weg zur Sustlihütte in der Ferne noch den braunen Dunst
der Saharastaubwolken erkennen konnten.
Die Sustlihütte war am Vormittag gerade aus dem Wintertiefschlaf erwacht, was einige frühe Gäste zum Ausschaufeln einer Schneebar veranlasste. Doch wir liessen die Bar links liegen, denn wir
suchten ja schönen Abfahrtsschnee. Dank Bernhards Spürsinn fanden wir zuverlässig den Weg in
ein Couloir, das teilweise noch im Schatten lag.
Am oberen Rand des Couloirs angelangt, stieg die Vorfreude auf die Abfahrt. Bernhard hatte uns
nicht zuviel versprochen: Bald zogen wir jauchzend unsere Schwünge durch den Pulverschnee (!),
bis sich dieser oberhalb der Sustlihütte zu feinem Sulz umgewandelt hatte, was wir ebenfalls sehr
schätzten. Zufrieden richteten wir uns in der Sustlihütte ein, wo es ein feines Znacht gab.
Am nächsten Morgen überrumpelten uns die anderen Skitourero-Gruppen, welche offenbar das
Zmorge heimlich um eine halbe Stunde vorverlegt hatten. Doch wir liessen uns davon nicht beeindrucken und genossen in Ruhe noch einen Zusatz-Espresso bei der Hüttenwartin. Das gab
uns wohl den Kick zur - unbeabsichtigten - Aufholaktion. Denn die Spur, welche Bernhard am
Vortag vorbildlich angelegt hatte, erwies sich in mehrfacher Hinsicht als Game-Changer. Währendessen sich die beiden anderen Gruppen auf der offiziellen Route abmühten und ihre Skis
zeitweise gar trugen, stiegen wir ohne Harscheisen fast wie junge Gött*innen über der Spuranlage
schwebend ;-) in Richtung Stössenfirn auf.
Anschliessend bahnte Bernhard einen weiteren Alternativweg als Abkürzung zum Firnalpelifirn.
Allerdings waren dabei einige Tritte in der Steilstelle zu überwinden. Deshalb schlug Bernhard mit
seinem nigelnagelneuen Pickel prächtige Stufen für uns in den angefrorenen Schnee, wobei die
Sonne im polierten Metall der Pickelhaue glänzte.
Als wir nach bloss 2.5 Stunden auf dem sonnigen Gipfel des Grassen standen, wussten wir:
Bernhard führte uns als Experte auf den Berg!
Nach der Gipfelrast erwartete uns eine tolle Abfahrt über 1'800 Höhenmeter nach Engelberg. Im
obersten Teil lockte uns Pulverschnee aus den Reserven, bevor wir den Mini-Gegenanstieg zum
Grassenbiwak bewältigten. Von dort ging die Reise weiter in leicht angesulztem Schnee bis zum
Hartschnee im unteren Teil.
Mit strahlenden Gesichtern erreichten wir die Bushaltestelle bei der Fürenalp-Talstation. Von dort
brachte uns der Bus nach kurzem Sonnenbad zum Bahnhof Engelberg und somit auf den Heimweg.
Herzlichen Dank an TL Bernhard für die tadellose Organisation - es wird schwierig, diese Tour zu
toppen!
Fr 6. März 2026
Helferessen General-Wille-Haus
Bericht folgt...
Fr 27. Feb. 2026
Generalversammlung
Pünktlich um 19.30 konnte Präsident Hugues Hagmann die 118. Generalversammlung der SAC - Sektion Olten im Josefssaal Olten eröffnen. Vorher hatten die Damen der Wandergruppe 2000 mit Ingrid Heimgartner mit einem guten Essen, geliefert vom Kolpinghaus Olten, für das leibliche Wohl gesorgt. Nach der Ehrung der Verstorbenen wurden die Jahresberichte kurz gestreift, da sie alle in den Clubmitteilungen zu lesen waren. Der Präsident dankte allen Ressortleitenden für ihre Arbeit durch das Jahr, dem Elmerhüttlichef und Helfern für die Organisation des 35-Jahr- Jubiläums am 9. März, der ein Tag voller Geschichten, Erinnerungen und Begegnungen war. Dem Willehhauschef Jörg Bitterli und den vielen Teams für den sehr erfolgreichen Winterdienst. Die JB-Chefin Monika Walch geht ins Ausland und wird verabschiedet. Mit Christine de Gottardi wurde eine neue J&S Coachin gefunden. Alexandra Freuler übernimmmt neu das Amt einer Archivarin.
Markus Kissling präsentierte die Rechnung und die Rückschau auf die Ausgaber für die Renovation der Weissmieshütte, die weitgehend gesichert sind, auch dank der grosszügigen Spenden von 215'000 Franken. Einige Aufträge konnten schon vergeben werden unter Budget dank guter Offerten. Es werden immer noch Teilnehmer gesucht für die Fronarbeitswochen. Die Weissmieshütte war die bestbesuchte SAC-Hütte mit 7066 Übernachtungen! Dank an Carla und Roberto Arnold. Sommertourenchef Bernhard Meyer tritt nach 20 Jahren zurück und wurde mit Applaus zum Ehrenmitglied ernannt. Nach den Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft wurde die Versammlung geschlossen und bei guten Gesprächen und Bergerlebnissen sass man noch lange zusammen.
Brigitta Köhl
So 15. Feb. 2026
Skitour Alpiglegalm-Morgetepass
Wieder nicht Alpiglegalm-Morgetepass
15.02.2026 Alternativtour Langis - Fürstei, Skitour
Die schwierigen Schnee- und Wetterverhältnisse in den letzten Tagen haben für Daniela wohl einiges an Aufwand bedeutet, eine sichere Alternativtour ausfindig zu machen. So sind wir (Daniela, Stefano, Thomas, Susanne, Barbara, Kiwi) anstatt ins Gantrischgebiet Richtung Glaubenberg aufgebrochen.
Die Tour begann bei wenig Sicht und leichtem Schneefall gemächlich. Der erste Aufstieg hat bereits die Vorfreude auf eine Pulverschneeabfahrt geweckt. Und immer öfter haben sich kleine Lücken in der Wolkendecke gezeigt und die zauberhafte Moorlandschaft mit scheuem Licht beleuchtet. Die Querung entlang des Grats vom Rickhubel zum Fürstei öffnete die wunderbare Rundum-Weitsicht.
Die Vorfreude auf den Pulverschnee wurde bei der Abfahrt übertroffen. Wir fanden dank dem Gegenaufstieg zur Seewenegg auch noch herrlich unverfahrene Hänge.
Was für eine wunderbare Skitour, die wir dank des zuvor schlechten Wetters mit nicht allzuvielen Tourengängern teilen mussten! Vielen Dank an Daniela für die gute Wahl, die Hilfe bei jeglichen technischen Schwierigkeiten und die Geduld für alle Bedürfnisse.
Kiwi Troxler
Fr 13. Feb. 2026
Skitour Wildstrubel
Ochsesattel statt Wildstrubel
Sa 7. Feb. 2026
Fortbildungsmodul "Führen am Berg"
Unter dem Motto "Führen am Berg" trafen sich 16 Teilnehmende aus den Sektionen Olten, Weissenstein, Aarau und Rossberg in Realp. Organisiert wurde das Wochenende von Steffi von Felten – ein grosses Dankeschön für die umsichtige Planung und die perfekte Organisation!
Am Samstagmorgen versammelte sich eine bunt gemischte Truppe von mehr oder weniger erfahrenen TourenleiterInen. Geleitet wurde das Ganze von den beiden Bergführern Walter Fetscher und Markus Burch, die uns mit viel Fachwissen, Geduld und der nötigen Portion Humor durch das Wochenende führten.
Statt im warmen Theorieraum hypothetische Szenarien zu wälzen, wurde gleich beim Aufstieg Richtung Tiefenbach diskutiert, analysiert und reflektiert. Zwischen Spitzkehren und kurzen Verschnaufpausen ging es um Entscheidungsfindung, Kommunikation, Gruppendynamik – und die Frage, wie man gleichzeitig den Überblick behält, die Lawinensituation im Auge hat und merkt, wer schon wieder seine Felle nicht richtig montiert hat. Die frische Bergluft förderte dabei nicht nur die Durchblutung, sondern auch den Erfahrungsaustausch.
Am Sonntag wurde es dann theatralisch: In Rollenspielen wurden typische – und manchem verdächtig bekannte – Situationen nachgestellt. Vom besonders ambitionierten "Ich-hätte-da-noch-eine-Variante"-Teilnehmer bis zum ständigen "Nörgeler" war alles dabei. Das Lachen kam nicht zu kurz, und gleichzeitig wurde deutlich, wie hilfreich es ist, schwierige Situationen in einem geschützten Rahmen zu üben. So fällt es hoffentlich leichter, im Ernstfall ruhig, klar und souverän zu reagieren.
Nicht ganz unwesentlich für die Gesamtstimmung: Für beide Gruppen reichte es auch noch zu ein paar herrlich pulvrigen Schwüngen im Neuschnee. Theorie schön und gut – aber ein paar Tiefschneemeter wirken bekanntlich ebenfalls motivationssteigernd.
Zufrieden, gut durchlüftet und um einige Erkenntnisse reicher kehrten wir ins Tal zurück – mit erweitertem Erfahrungsschatz, gestärktem Netzwerk und vielleicht der einen oder anderen neuen Idee für die nächste Tour.
Seline Stalder
Sa 31. Jan. 2026
Ski- und Snowboardtour Glattgrat
Der Nebel steigt, und auf der eben noch sonnigen Terrasse wird es kühl. Hier genossen wir den Schlusstrunk und setzten gute Gespräche fort. Aber jetzt ist es ohnehin Zeit, das gastfreundliche Pilgerhaus beim Kloster Niederrickenbach zu verlassen. Die nahe Luftseilbahn taucht ins Nebelmeer und bringt uns zum voll besetzten Engelberger Zug nach Luzern.
Wir sind zufrieden mit dem Tag, voller schöner Erinnerungen: Sogar an den letzten Abstieg zu Fuss, auf dem kiesigen Weg bis zum Dörfchen; schon fast in frühlingshafter Stimmung, mit Rückblicken auf eine gleissende Schneelandschaft um den Brisen. Vorher aber natürlich an die Abfahrt über fast unberührte Pulverhänge, wie man sie in diesem schneearmen Winter nicht erwartet hätte! Uns drei Skifreaks sausten die drei Snowboarder des Grüppchens um die Ohren, landeten gelegentlich auch überrascht in einem Loch. – Doch war uns Tourenleiterin Julia nicht eben noch mit Fellskis voraus gestiegen? Ja klar, ihr Splitboard bereichert das Sortiment an vorhandenen Abfahrtsgeräten. Zwei grosse Snowboards überragten die Rucksäcke und wurden tapfer auf Schneeschuhen nach oben getragen, teils auch in der Direttissima, denn es gab sonst nur Ski-Aufstiegsspuren.
Magisch berührte uns am Morgen der Aufstieg vorbei an mächtigen Bergahornen; dann der verschneite Tannenwald, bevor wir zum Brisenhaus der SAC-Sektion Pilatus gelangen. Diese urgemütliche Hütte lassen wir diesmal links liegen und pausieren 80m höher bei einer Alphütte. Über eine Rippe und den letzten Steilhang gelangen wir zur Schuenegg (2168m ü.M.) und auf das flache südwestliche Ende des „Glattengrat“ (so benannt in SwissTopo). Hier überwältigt uns die Aussicht, steil hinunter ins Isenthal sowie auf die umgebenden Berge, dominiert vom Uri Rotstock. Aus der Ferne grüssen im Südosten die Gipfel um den Klausenpass. Gegen Norden schweift der Blick über das Nebelmeer zum Schwarzwald, hinter der Dampffahne des Kernkraftwerks Leibstadt. Jene des zurzeit herunter gefahrenen Gösger Werks fehlt. Erst die höheren Juraberge ab Belchen bis zur Röti überragen den Nebel.
Dankbar für die perfekte Vorbereitung und Führung durch Julia und Melanie sind wir teilnehmenden Bernd, Moni, Tobias und ganz besonders der Schreibende, weil er als „mittelalter“ Senior hier dabei sein durfte!
Bericht sowie einige Bilder: Jürg Schlegel / weitere Fotos: Julia Schärli
Fr 30. Jan. 2026
Mattjisch Horn (2460 m)
Bericht folgt
So 18. Jan. 2026
Langlaufplausch für alle (Warteliste)
Wie so oft in diesem Winter fragten wir uns, ob der Schnee für einen Langlauftag im Jura reichen würde. Er reichte knapp nicht und so entschieden wir uns für die (schnee-) sicherere Variante, die 1500 m hoch gelegene Langlaufloipe Langis.
Top gespurte Loipen, wunderbarer Sonnenschein und viele andere Schnee- und Sonnenhungrige erwarteten uns über dem Nebelmeer. Mit von der Partie waren 12 Aktive und 8 KiBe-Kids. Spätestens mit Ski-Hockey und -Fussball wurden auch die AnfängerInnen mit den schmalen Latten vertraut. Anschliessend sorgten Marianne Wyss, Steffi von Felten, Heide Troitzsch und Boris Orlowsky mit Tipps und Tricks in klassischer und skating Technik für mehr Fahrvergnügen.
Die wohlverdiente Mittagspause im Kaltbad stärkte uns für die nachmittäglichen Rundkurse auf dem teilweise kupierten Gelände und zauberte aus erschöpften Kindern noch wahre Langstreckenprofis hervor.
Merci an alle Teilnehmer:Innen und Helfer:Innen - wir freuen uns sehr, dass der Langlauftag soviel Anklang gefunden hat!
Heide und Steffi
Fr 16. Jan. 2026
Chaiserstuhl für Anfänger
Skitouren & Alpines Wandern in einem
gemütliche Einsteigerskitour im Januar bei Schneeverhältnissen wie im Frühling
Ab Luzern ist unser kleines Grüppli vollständig, und wir fahren gemeinsam mit anderen Skitourengängern durch die grüne Landschaft Richtung Oberrickenbach. Zum Glück bringt uns die Luftseilbahn noch 800 Höhenmeter nach oben, denn fürs Skitourengehen bräuchten wir doch etwas mehr Schnee als das dünne Schümli, das hier unten liegt.
Oben angekommen finden wir endlich Schnee, doch der Föhn hat in den letzten Tagen ganze Arbeit geleistet. Unser Ziel, der Chaiserstuel, sowie der gesamte Grat ist aper – das sieht mehr nach Wandern als nach Skitouren aus. Wir sind uns jedoch einig: Durch die mageren Schneeverhältnisse lassen wir uns die Laune nicht verderben. Also los geht’s, mal schauen, wie der Schnee so ist.
Nach etwa einer Stunde haben wir den schattigen Teil der Tour hinter uns gelassen und freuen uns über die Wärme der Sonne. Leider nimmt in dieser Höhenlage aufgrund der Steilheit und der intensiven Sonneneinstrahlung die Schneemenge weiter ab, und die Unterlage wird zunehmend eisig. Also montieren wir unsere Harscheisen und steigen dem Gipfel entgegen, stets auf einem schmalen weissen Schneeband.
Auf dem Grat angekommen legen wir die Ski ab und erklimmen wandernd im Grünen die letzten paar Meter bis auf den Gipfel. Dort geniessen wir bei angenehmen Temperaturen unser Picknick auf der Wiese.
Die Abfahrt ist dann umso rasanter: Es lassen sich noch einige schöne Schwünge fahren, und schon sind wir wieder bei der Seilbahn.
Mit dabei waren, Thomas Müller, Elias Bader, Daniela Hurni
Do 11. Dez. 2025
WaxUp! Ski-Rundtour Obergestele
Cool – das erste Mal gibt es die Gelegenheit, bereits im alten Jahr mit den SAC-Olen auf Skitour zu gehen.
Ich ergreife die Chance, und wir machen uns – leider nur zu zweit – auf den Weg. Mit Zug und Mobility fahren wir ins Diemtigtal.
Gleich zu Beginn wartet das erste Hindernis: Achtung, Holzfällerarbeiten! Dank der frühen Morgenstunde kommen wir trotzdem problemlos durch. Kurz vor Ramse schnallen wir die Skier an und steigen Richtung Gurbsgrat auf. Die Landschaft präsentiert sich im Frühlingskleid, und das Weiss unter unseren Skiern knirscht wie im April. Harscheisen würden das Hochsteigen erleichtern, aber wir wollen es uns ja nicht allzu einfach machen.
Der Sonne entgegen erreichen wir den Gurbssattel, ohne unterwegs einer einzigen weiteren Tourengruppe zu begegnen. Oben auf dem Gipfel geniessen wir beim Picknick die Ruhe und die schöne Landschaft, bevor es – mit viel Geholper und Gekratze, beinahe so laut wie die Militärjets, die beim Aufstieg über uns hinwegdonnern – wieder talwärts geht.
Trotz der suboptimalen Bedingungen hat es richtig Spass gemacht.
Danke, Chris, für die Top-Betreuung von A bis Z.
Daniela Hurni
So 9. Nov. 2025
Allwettertour
Die Allwettertour machte ihrem Namen alle Ehre:
beim Treffpunkt: Nebel;
beim Wandern/Biken: Wolken und zum Glück nur wenig Regen;
auf dem Heimweg: vereinzelte Sonnenstrahlen;
Temperaturen: ideal zum Wandern.
Unsere Wanderung (Tour B) führte vorbei an einer voll automatisierten Stallung, auf einem nicht üblich begangenen Weg zur Hupp. Die Varianten des KaGi’s waren so vielfältig wie die Tourenauswahl.
Weiter gings auf leicht begehbaren Wegen mit Aussicht auf der einen Seite bis nach Basel und zur anderen Seite bis zu den Alpen.
Ob auf Tour A, B, mit Bike oder Auto: das Ziel aller war das Restaurant Frohburg. Das gemeinschaftliche Mittagessen, das Vorstellen des Vorstandes sowie anderer Funktionäre des SAC Olten und das Kennenlernen der Neumitglieder, mit den verschieden Beweggründen zum Beitritt in den SAC Olten, rundeten den offiziellen Teil des Anlasses ab.
Der individuelle Rückweg erfolgte entweder mit ÖV ab Hauenstein, mit direktem Abstieg nach Olten oder Wisen oder mit Umwegen zu einem Nachtrunk, schlussendlich nach Hause.
Bericht: Lilian Nanzer
Fr 7. Nov. 2025
Herbstversammlung
Das ausführliche Protokoll kannst du in den Clubmitteilungen Nr. 4 Dezember 2025 nachlesen.
Fr 31. Okt. 2025
4000er Gipfeltreffen, gemalt von Peter Peier
30 gemalte 4000er Gipfel
Peter Peier ist ein begeisterter Berggänger und Läufer. Gerne verbringt er seine Freizeit mit Joggen, Wandern im Jura und in den geliebten Bergregionen. Oft ist er mit seiner Familie oder mit Freunden unterwegs auf längeren Wanderungen oder Bergtouren. Dabei wird fotografiert und oft das Skizzenbuch hervorgeholt. Zu Hause liebt er es, Berggipfel oder ganze Alpenlandschaften auf Internet abzurufen und für sich meditativ abzubilden. Die «Gipfel-Porträts» sind von einer berückenden Gegenständlichkeit; die meisten sind dem Betrachter bereits umrisshaft bekannt; aber in dieser greifbaren Nähe haben sie nun – in der Gestaltung und Anordnung von Peter Peier – eine ganz spezielle Wirkung. Mit Aquarell-Stiftenund Kreide durch den Künstler, der sich in stiller Selbstkonzentration ganz den Erscheinungen unterordnet. Kein Bild ist gleich wie das andere; was aber die Werke eint, ist Peiers Kunst der Vergegenwärtigung in der technisch perfekten Umsetzung des Gesehenen und von ihm neu Gestalteten.
Peter Peier unterstützt den Umbau der Weissmieshütte pro verkauftem Bild mit CHF 300.00.
Preisliste
Bereits verkauft sind:
03 Breithornzwillinge West 4141m
05 Castor 4228m
15 Lagginhorn 4010m
23 Pollux 4092m
26 Täschhorn 4490m
27 Weisshorn 4505m
28 Weissmies 4023m
29 Zinalrothorn 4221m
So 12. Okt. 2025
Engelberg - Rot Grätli - Chaiserstuel (OW)
Mit Vorfreude auf zwei sonnige Herbstwandertage fand sich unsere kleine Gruppe - Jürg, Françoise, Regula, Marie-Luise, Regina - kurz vor halb 9 Uhr am Bahnhof ein. In Engelberg angekommen gings mit der Gondel hinauf ins Ristis. Wir liessen den Nebel hinter uns, das Bergpanorama breitete sich zunehmend vor uns aus. Ganz klar gab es einen Kaffeehalt auf der sonnenbeschienen Ristis-Terrasse bevor wir die Wanderung hinauf zu unserem Tagesziel, der Rugghubelhütte, antraten. Diese SAC-Hütte schien beliebt zu sein, denn eine beachtliche Anzahl Hüttenbesucher kam uns entgegen. Auch wir konnten den tollen Ort hoch über dem Engelbergertal ausgiebig geniessen, bevor das Hüttenteam das feine Znacht auftischte. Der Sonnenuntergang am Horizont war ein Farbenspiel und wer in der Nacht noch ein Blick zum Himmel warf, sah unzählige Sterne ganz nah. Nach mehr oder weniger Hüttenschlaf fanden wir frühmorgens mit einer tollen Sonnenaufgangsstimmung mühelos in einen neuen Wandertag. Auf dem knapp 2-stündigen Aufstieg zum 2558 m hohen Rot Grätli, ging der Blick immer wieder zurück, zum Engelberger Rotstock, dem Titlis, den fernen Berner Alpen und nicht zuletzt zu dem in der Weite sich wie aus Watte formenden Nebelmeer. Mit Erreichen des Rot Grätli öffnete sich uns eine neue Aussicht, ins Urner Grosstal und weit und weiter bis zum Säntis. Jürg konnte uns so manchen der vielen Berggipfel benennen. Doch es galt nun, sich auf den teils noch mit Schneefeldern bedeckten Abstieg zu konzentrieren. Der Fokus lag auch auf den Schuhen, denn ausgerüstet mit “Krallen”, guten oder verdankenswert vom Hüttenwart notfixierten Sohlen (!), wanderten wir unter fachkundiger Anleitung von Jürg über eine ehemalige Gletscherlandschaft Schritt für Schritt sicher talwärts. Auf einer Moräne weit entfernt war eine grosse Ansammlung Gemsen, oder doch Steinböcke? ... auszumachen. Der Bergweg brachte uns in ca. 2 Stunden hinüber zum Schoneggsattel und spontan wählten wir für die Mittagsrast den Chaiserstuel, was noch eine halbe Stunde Aufstieg erforderte. Oben auf dem für einmal ganz flachen, grasüberwachsenen Gipfel war das Bergpanorama einfach wieder nur wunderbar. Gestärkt ging's dann wieder talwärts hinunter zur Bannalp, wo wir nach einer verdienten Einkehr in die kleine Gondel nach Oberrickenbach stiegen. Der Nebel hatte uns wieder. Problemlos verlief die Rückreise nach Olten. Ein grosser Dank gebührt Jürg Schlegel für seine umsichtige Planung und Führung. Es waren zwei wunderbare Wandertage!!!
Autorin: Regina Hess
Sa 27. Sept. 2025
Jubiläumsfeier
100-Jahrfeier Weissmieshütte am Samstag, 27. September 2025
Geschichtliches: 1925 erwarb der SAC Olten das Berghotel Weissmies, welches 1894 gebaut und im August 1925, nach einem Umbau eröffnet werden konnte. 1961 wurde die danebenstehende, neu gebaute Hütte eingeweiht. Sie wurde in den vergangenen Jahren laufend saniert und soweit möglich den steigenden Bedürfnissen der Besucher angepasst.
Seit dem Januar 2025 war das OK bestrebt, der «100 Jahr-Feier Weissmieshütte» einen würdigen Rahmen zu geben und für die Besucher ein unvergessliches Erlebnis zu bieten. Im Hinblick auf das bevorstehenden Neu- und Sanierungsprojekt wurde das Ziel gesetzt, den finanziellen Rahmen nicht zu sprengen. Etwas schlaflose Nächte bereitete dem OK die Wettervorhersagen die jeden Tag wieder änderten. Es wurde verschiedene Optionen des Festprogramms durchdacht. In der Nacht von Freitag auf Samstag war eine tüchtige Menge Schnee gefallen, die das geplante Wanderprogramm zur Hütte durchkreuzte. Der Saastaler Wettergott schien die Organisatoren jedoch zu mögen, er liess die Niederschläge zunehmend abklingen.
Am Samstagmorgen trafen alle angemeldeten SAC-Mitglieder und die eingeladenen Gäste in Saas-Grund ein. Niemand liess sich vom leichten Schnee und Regen abhalten und niemand wollte die Feier verpassen. Eine Gruppe formierte sich gleich schon in Saas-Grund zum Aufstieg zur Hütte, den andern bot der einheimische Tourismuspfarrer, Christoph Gysel spontan eine Dorfführung an. Danach gab es individuelle Aufstiege mit und ohne Startkaffee oder Apéro im Restaurant Kreuzboden. Alle waren schliesslich schon früh aus den Federn gekrochen. Der Aufstieg war herrlich, es begleitete sie gleissender Sonnenschein und feiner Schneefall. Ob es sich um wohl Feen-Staub aus Saas-Fee handelte. Bald schon lichtete sich der Nebel und die Sonne wärmte die Ankömmlinge auf der Weissmieshütte.
Pünktlich um 14.00 Uhr konnte die Feier auf der vom Schnee geräumten und festlich dekorierten Terrasse mit den wohligen Alphornklängen der Alphornfreunde vom Gletscherdorf eröffnet werden. Nach einem kühlen Begrüssungstrunk folgten die Begrüssungsworte des Präsidenten vom SAC-Olten, Hugues Hagmann. Er gab seiner grossen Freude Ausdruck über die vielen Gäste und bedankte sich für ihr Kommen. Sehr bewegende und auch nachdenkliche Worte fand Alwin Venetz, der Gemeindepräsident von Saas-Grund. Er fand auch lobende Worte zum Erhalt der Jubiläumshütte und betonte die gute und wertschätzende Zusammenarbeit mit den Planern des Umbauprojekts der Weissmieshütte. Er signalisierte aber auch die grosse Akzeptanz in der Bevölkerung des Saastales. Samuel Anthamatten, Präsident SAC-Saas bekundete auch viel Anerkennung zum Erhalt der alten Hütte und wünschte dem SAC-Olten für das Bauprojekt viel Erfolg. Dem Hüttenwartehepaar wurde vom Seniorenobmann Markus Heimgartner eine kunstvoll geschnitzte Erinnerungstafel überreicht. Sie entstand in der Werkstatt des Emmentaler Schnitzers Ruedi Simmler. In verdankenswerter Weise wurde diese von Hans Rüegsegger gesponsert. Mit einem "Genepi-Automat", überraschte der Elmerhüttlichef, Thomas Jäggin das Hüttenwartehepaar.
Um 15.00 Uhr standen auf den Tischen feine Apéro-Pättli mit Saaser-Hüüswurst, Trockenfleisch, Käse und Brot parat und das Schwyzerörgeli-Trio "Chriitergeist" heizte schon mächtig ein. Allen Teilnehmenden wurde ein Andenken an die 100 Jahrfeier in Form eines wasserdichten Match-Sacks mit der Aufschrift "100 Jahre Weissmieshütte Sektion Olten" übergeben. Schon bald verabschiedeten sich viele Gäste und machten sich auf den Heimweg. Beeindruckend, dass sie die lange Reise nur für diese Feier auf sich genommen haben. Nach einem wahrlich generösen Nachtessen wurde gelacht, getanzt, gesungen und Abenteuergeschichten rund um die Weissmieshütte ausgetauscht. Das OK hatte zwar beste Vorarbeit zu einem gelungenen Abend vorgelegt aber die äusserst gut gelaunte und strahlende Gästeschar war jedoch ausschlaggebend für einen rauschenden Abschluss der Feier.
Der frühe Morgen belohnte mit Sonnenschein und einer wundervollen Fernsicht auf die unweit entfernten Bergspitzen. Auf vielen Varianten wurde der Abstieg zelebriert, einige fuhren noch auf das Hohsaas, andere nahmen die Tour über die Almageller-Alp unter die Füsse und eine weitere Gruppe wanderte der Saaser-Vispa entlang nach Saas-Almagell zum obligaten Schlusstrunk.
Das OK bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmenden der 100-Jahr Jubiläumsfeier. Die vielen positiven Rückmeldungen zum gelungenen Wochenende geben dem OK den Ansporn beschwingt die Vorbereitungen der kommenden Einweihungsfeier in Angriff zu nehmen.
Autoren: Therese Däster und Walter Büchel
Sa 13. Sept. 2025
Running-Tour
Leiter: Thomas Lüthi
Teilnehmer: Carlo Valsangiacomo, Alex Troitzsch, Stefan Goerre
Nach einer abenteuerlichen OeV-Fahrt mit 5x Umsteigen und 2 Alpabzügen starten wir um 10.15 Uhr auf dem Glaubenbergpass mit Ziel Brienzer Rothorn oder anders ausgedrückt: einmal quer über die Landeskarte Nr. 1189. Im Unterschied zu den «normalen» Bergtouren ist man beim Trailrunning sehr leicht unterwegs und kommt entsprechend zügig vorwärts. Ueber Sattelstock, Bärenturm, Haldimattstock, Heimegg und Rotspitzel erreichen wir über aussichtsreiche Grate und lauschige Hochmoore nach gut 2 Stunden die Glaubenbielen-Passhöhe. Die flacheren Abschnitte und die Abstiege legen wir joggend zurück, in den steileren Aufstiegen schonen wir die Kräfte und marschieren. Beim Brunnen in Jänzimatt können wir unsere Getränkeflaschen füllen für die zweite, anstrengendere Hälfte des «Sörenberg-Hufeisens». Beim langen und steilen Aufstieg zum Mändli merken wir schmerzhaft, dass wir schon einige Kilometer und mehrere Stunden in den Beinen haben. Der Weiterweg bis zur Hoch Gumme ist eine richtige Panoramastrecke und wir geniessen den Blick auf die vor uns aufgereihten Berner Viertausender. Der Abstieg in die Zwischenegg und die Querung des Arnihaggens hoch über dem Eisee sind so ausgesetzt, dass wir wohlweislich vom Joggen absehen, denn Stolpern ist hier nicht zu empfehlen. Beim Schlussaufstieg aufs Brienzer Rothorn müssen wir nochmals die Konditionsreserven mobilisieren bis wir um 15.45 Uhr müde, aber glücklich und zufrieden auf der Bergstation einlaufen. Die Trailrunningtour in Zahlen: 25 km Distanz, 2066 m Höhendifferenz im Aufstieg, 1300 im Abstieg, 9 Gipfel, ca. 15 (irgendwann haben wir aufgehört, zu zählen…) Drehkreuze. Ein grosser Dank an Thomas Lüthi für die super Vorbereitung und die souveräne Leitung der Trailrunning-Tour. Wir freuen uns schon auf die Ausgabe 2026!
Stefan Goerre
